Erotische Geschichten: Kurzvorstellung der Autoren, die klassische erotische Geschichten oder moderne erotische Geschichten schreiben.

Die Autoren der erotischen Geschichten. Es sind berühmte Schriftsteller, manche tarnten sich mit Pseudonymen. Es sind (Haus-)Frauen, die in ihrer Freizeit frivole Bestseller verfassten. Es sind Literaten, begnadete Pornografen, Frauenversteher und Perverse - allesamt zu schade, um vergessen zu werden.

Ein schwüler Mix aus Erotik und Thriller

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Der Name ist Programm: Faust. Christa Faust. Die Amerikanerin hat einen Thriller geschrieben, der mindestens so hart ist wie ihr Name. Hardcore Angel erzählt die Geschichte der Angel Dare, einer Porno-Actrice, die den Aufstieg ins Porno-Produzentengeschäft geschafft hat. Bis zu dem Tag, da sie einen letzten Filmauftrag annehmen will ... Von einem Moment zum anderen bricht die heile (Porno-)Welt der hübschen Angel zusammen und sie gerät in einen Strudel aus Vergewaltigung, Mord, Verfolgung.

Das Millieu der Pornobranche nach der Jahrtausendwende ist mit Kennerblick gezeichnet, zahlreiche saftige Sexszenen und zynische Dialoge, die in besten Momenten an Chandler erinnern, machen den Hardboiled-Lesestoff zum Vergnügen. Die Autorin Christa Faust, vormals Domina, verarbeitet augenscheinlich auch eigenes Erleben und es entsteht eine neuartige Mischung: Der Stil erinnert an die harten amerikanischen Noir-Krimis der 30er bis 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts, der Inhalt aber ist von heute. Und wo früher Sex nur angedeutet wurde, wird er hier bis in die Hautporen hinein ausgeleuchtet.

“Hardcore Angel” hat nicht die stilistische Klasse eines Raymond Chandler oder den dunklen Sog, den die besten Thriller von Cornell Woorich entwickeln. Dafür entstaubt Christa Faust die überkommenen Moralvorstellungen der alten Helden; statt Hut und Trenchcoat trägt Angel Dare String und Stilettos. Und Christa Faust kann eine Geschichte spannend bis zum (bitteren) Ende erzählen - was keine schlechte Leistung ist, wenn man an die vielen Autoren denkt, die bereits an dieser Grundvoraussetzung eines Thrillers scheitern.

Ein eigenes Urteil kann sich jeder Leser der Nightlounge bilden, die ausführliche Auszüge aus Christa Fausts “Hardcore Angel” bringt, das komplette Buch mit einem prall-poppigen Titelbild kann zum Beispiel bei Amazon bestellt werden und auf der Hard Case Crime Seite finden sich weitere Infos über die Hard Case Krimi-Reihe, in der “Hardcore Angel” erschienen ist.

Abbildung veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Rotbuch Verlags, Berlin, 2009.

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“Der Teufelsprinz” - ein erotisches Hörbuch!

Moreen entdeckt ihren Liebesprinzen. Doch der stürzt das unerfahrene Mädchen in die Sexhölle von Berlin. Dort droht sie zu verbrennen ... Ein Sex-Hörbuch über die Gier nach Geilheit, über Nächte sich erfüllender Lust und die Qualen der Liebe. Die zügellose Lebens- und Liebesgeschichte einer jungen Frau. 66 Minuten voller aufregender Liebe und heißem Sex. Gelesen von der Brecht-Schauspielerin Inga Schnabel. Tabulos, schamlos, nichts wird ausgelassen. Hier klicken197

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Die vollkommene Ehe

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Während die Kunst (oben: Bordellszene von Degas) Erotik und Sex als Thema längst entdeckt hatte, trauten sich die Bürger im Alltag um 1900 kaum, über das Thema zu reden. Sex war Schmuddelkram. Mit der Folge, dass viele Paare unter Eheproblemen litten, ohne darüber zu sprechen. Bis Dr. Theodor Hendrik Van de Velde das erste Sexberatungsbuch der Literaturgeschichte schrieb. Es erschien 1926, und niemand hätte es dem seriösen Dr. Van de Velde zugetraut, ein derartig obszönes Werk zu verfassen, das unmittelbar bei Erscheinen zum Skandalon wurde. Van de Velde stand damals auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Mediziner. Er war blond, das Haar an den Schläfen bereits leicht ergraut, die Stirn hoch und seine Augen blickten gütig und ernst. Er sprach ein Dutzend Sprachen und war Leiter der Frauenklinik in Haarlem. Mitarbeiter nannten ihn den "Grandseigneur der Medizin". Bis er das Buch "Die vollkommene Ehe" heraus brachte. Lange vor Kinsey redete Van de Velde darin Klartext über Sex und glückliche Beziehungen. Noch Jahrzehnte nach seinem Erscheinen sorgte das Werk für Gesprächsstoff. Van de Velde gab seine Leitungsposition in Haarlem ab und zog sich in die Schweiz zurück.