Erotische Geschichten: Kurzvorstellung der Autoren, die klassische erotische Geschichten oder moderne erotische Geschichten schreiben.

Die Autoren der erotischen Geschichten. Es sind berühmte Schriftsteller, manche tarnten sich mit Pseudonymen. Es sind (Haus-)Frauen, die in ihrer Freizeit frivole Bestseller verfassten. Es sind Literaten, begnadete Pornografen, Frauenversteher und Perverse - allesamt zu schade, um vergessen zu werden.

Octave Mirbeau

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Der französische Schriftsteller wurde 1850 bei Bayeux geboren und starb 1917 in Paris. Er hinterließ ein kleines, klug angelegtes Vermögen, das er sich erschrieben hatte. Bekannt war Octave Mirbeau für kritisch-satirische Romane und sozial-engagierte Bühnenstücke. Aufsehen erregte sein Theaterstück “Geschäft ist Geschäft”, das im Jahr 1903 Premiere hatte. Mit ätzender Schärfe legt Mirbeau hier bloß, wie einem Geschäftsmann der Profit wichtiger ist als Freunde und Familien. Weitere Werke sind: “Tagebuch einer Kammerzofe” (Roman, 1900) und Der Garten der Qualen (Roman, 1899).

Das “Tagebuch einer Kammerzofe” wurde 1964 vom Regisseur Luis Bunuel erfolgreich mit Jeanne Moreau in der Hauptrolle verfilmt.

In der französischen Literaturgeschichte wird Mirbeau in eine Zeit eingeordnet, in der Zeitkritik und gesellschaftliches Engagement immer wichtiger für Kunstwerke wurden. Höhepunkt dieser Epoche dürfte die Dreyfus-Affäre gewesen sein, in die sich der französische Dichter Emile Zola mit dem berühmten Zeitungsartikel “J’accuse” im Jahr 1898 einmischte. In schneller Folge erschienen in den kommenden Jahren gesellschaftskritische Werke von Henry Francois Becque, Jules Renard und Octave Mirbeau.

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“Der Teufelsprinz” - ein erotisches Hörbuch!

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Die vollkommene Ehe

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Während die Kunst (oben: Bordellszene von Degas) Erotik und Sex als Thema längst entdeckt hatte, trauten sich die Bürger im Alltag um 1900 kaum, über das Thema zu reden. Sex war Schmuddelkram. Mit der Folge, dass viele Paare unter Eheproblemen litten, ohne darüber zu sprechen. Bis Dr. Theodor Hendrik Van de Velde das erste Sexberatungsbuch der Literaturgeschichte schrieb. Es erschien 1926, und niemand hätte es dem seriösen Dr. Van de Velde zugetraut, ein derartig obszönes Werk zu verfassen, das unmittelbar bei Erscheinen zum Skandalon wurde. Van de Velde stand damals auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Mediziner. Er war blond, das Haar an den Schläfen bereits leicht ergraut, die Stirn hoch und seine Augen blickten gütig und ernst. Er sprach ein Dutzend Sprachen und war Leiter der Frauenklinik in Haarlem. Mitarbeiter nannten ihn den "Grandseigneur der Medizin". Bis er das Buch "Die vollkommene Ehe" heraus brachte. Lange vor Kinsey redete Van de Velde darin Klartext über Sex und glückliche Beziehungen. Noch Jahrzehnte nach seinem Erscheinen sorgte das Werk für Gesprächsstoff. Van de Velde gab seine Leitungsposition in Haarlem ab und zog sich in die Schweiz zurück.