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002 - Tastende Liebelei mit 18 Jahren

Die beiden Mädchen ließen sich daher von frühauf weder durch die Kunst noch durch politische Ideen einschüchtern. Sie waren diese Atmosphäre gewohnt. Sie waren kosmopolitisch und zugleich provinziell, und so eignete ihnen jener kosmopolitische Provinzialismus der Kunst, der Hand in Hand mit reinen sozialen Idealen geht.

Mit fünfzehn Jahren wurden sie nach Dresden geschickt, unter anderem wegen der Musik. Das war eine schöne Zeit für sie. Unbekümmert bewegten sie sich unter den Studenten, diskutierten mit den Männern philosophische, soziologische und künstlerische Fragen; sie standen den Männern dabei nicht nach, übertrafen sie vielleicht sogar, denn sie waren Frauen. Und sie durchstreiften die Wälder mit stämmigen jungen Burschen, die auf Gitarren Lieder klimperten, tweng-tweng! Sie sangen Wandervogellieder, und sie waren frei. Frei! Das war das große Wort. Hinaus in die weite Welt, hinaus in die Wälder des Morgens mit den fröhlichen und starkkehligen Jünglingen, frei, zu tun, was das Herz begehrte und - was die Hauptsache war - zu sagen, was sie wollten! Am wichtigsten war das Gespräch, der leidenschaftliche Gedankenaustausch. Liebe war nur eine nebensächliche Begleiterscheinung.

Mit achtzehn ungefähr hatten Hilda und Constance ihre ersten tastenden Liebeleien gehabt. Den jungen Männern, mit denen sie so leidenschaftlich diskutierten, so fröhlich sangen und in solcher Freiheit unter den Bäumen kampierten, ging es natürlich um ein Liebesverhältnis. Die Mädchen zögerten, doch wurde so viel über die Sache geredet, daß sie wohl wichtig sein mußte. Und die Männer waren so demütig, so voll Verlangen. Warum sollte ein Mädchen da nicht großmütig sein und sich selber zum Geschenk machen?

So hatten sie sich denn zum Geschenk gemacht, jede dem Jüngling, mit dem sie die subtilsten und intimsten Gespräche führte. Die Gespräche, die Diskussionen - das war das Große; Zärtlichkeit und körperliche Vereinigung waren eher ein Atavismus, ein Rückfall ins Primitive. Man war hinterher weniger verliebt in den Jungen, neigte sogar ein wenig dazu, ihn zu hassen - als hätte er die Grenzen der privatesten Sphäre, der inneren Freiheit mißachtet, denn: man war ein Mädchen, und die ganze Würde und Bedeutung, die man im Leben gewann, hing daher vom Erringen einer absoluten, einer vollkommenen, einer reinen und edlen Freiheit ab. Was anders bedeutete das Leben eines Mädchens, als die alten, niedrigen Bindungen abzuschütteln?

Aus der Reihe "Lady Chatterley" 11.03.2008 Weiter lesen

imageDavid Herbert Lawrence schrieb obige erotische Geschichte. - D. H. Lawrence versank in Depressionen. Er fing an zu reisen, um der Enge Englands zu entfliehen. Sein Englischprofessor in Nottingham, Ernest Weekley, hatte in Deutschland doziert, und Lawrence hoffte, Weekley könne ihm in Deutschland, seinem ersten Reiseziel, einen Job verschaffen. Als Lawrence deswegen Weekley besuchte, öffnete dessen Frau Frieda die Tür. Sie war Deutsche, jung und sehr schön. Lawrence verliebte sich sofort, schrieb Frieda glühende Liebesbriefe. Bald wurde Frieda seine Geliebte. Doch Lawrence wollte nicht im Hause seines Gönners als ständiger Ehebrecher verkehren. Er wollte Frieda heiraten.

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Der Prozess um Lady Chatterley - Neun der Geschworenen waren Männer, drei Frauen, darunter eine Kindergärtnerin und eine Witwe mit vier Kindern. Der Staatsanwalt las in seiner Eröffnungsrede sämtliche "unanständigen Stellen" des Werks vor und zählte dabei die schlimmen Worte. Richter Byrde unterbrach die Aufzählung. Doch am nächsten Tag berichtete die Londoner Presse sämtliche Details, die Sexstellen der Geschichte wurden nachgedruckt - es gehörte zur erlaubten Gerichtsberichterstattung. 24 Zeugen wurden während der Verhandlung aufgerufen, um "Lady Chatterley" endgültig aus dem Verkehr zu ziehen.

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Lady Chatterley" - alle bisherigen Folgen

Die erste Geschichte der Reihe stehen in der Liste oben, neueste Liebesgeschichten stehen unten.

001 - Früchte des Krieges
003 - Gierig wie Hunde auf Sex
004 - Das erste geschlechtliche Erschauern des Körpers
005 - Die lächerlichen Behörden
006 - Diese plumpe Fickerei
007 - Umzug nach Wragby
008 - Der versehrte Mann
009 - Die Halbjungfrau
010 - Ihre Hüften waren zu fraulich ....
011 - Vater fordert verheiratete Tochter auf: “Nimm dir einen Geliebten”
012 - Ein Einkommen von fünfzigtausend Dollar
013 - Das furchtbare Verlangen in seinen glühenden Augen
014 - Ehebruch
015 - Connie verliebt sich
016 - Dieses unfertige, zarte Fleisch
017 - Sie spürte seine pulsierende Härte in sich
018 - Der Zusammenhang zwischen Pissen und Ficken
019 - Der Hunger nach dem Weibe
020 - Sexgespräche
021 - Sie fielen übereinander her ...
022 - Mein Penis ist schlapp und hebt nie den Kopf
023 - “Es ist alles so hoffnungslos keusch!”
024 - Das Kind des anderen

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