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004 - Das erste geschlechtliche Erschauern des Körpers

Im ersten geschlechtlichen Erschauern des Körpers erlagen die Schwestern beinah der seltsamen männlichen Gewalt. Aber sie fingen sich schnell wieder, nahmen die sexuelle Erregung als Nervenkitzel und blieben frei. Die Männer dagegen trugen den Mädchen aus Dankbarkeit für die geschlechtliche Erfahrung ihre Seele entgegen. Und hinterher sahen sie aus, als hätten sie einen Shilling verloren und dafür ein Sixpencestück gefunden. Connies junger Mann konnte ein wenig verdrießlich werden und der Hildas ein wenig höhnisch. Aber so sind die Männer! Undankbar und nie zufrieden. Wenn du sie abweist, hassen sie dich, weil du nicht willst, und wenn du einwilligst, hassen sie dich auch - aus irgendeinem anderen Grund. Oder einfach aus dem einen Grund, daß sie mißmutige Kinder sind und niemals zufriedengestellt werden können, was immer sie auch bekommen - die Frau mag tun, was sie will.

Wie auch immer - der Krieg brach aus, und Hilda und Connie wurden eilig heimgerufen, nachdem sie schon im Mai zu Hause gewesen waren, zur Beerdigung ihrer Mutter. Noch vor Weihnachten 1914 waren die beiden jungen Deutschen tot; darauf weinten die Schwestern und liebten die jungen Männer leidenschaftlich, aber im Grunde vergaßen sie sie. Sie existierten nicht mehr.
Die beiden Schwestern lebten im Haus ihres Vaters - genaugenommen in dem ihrer Mutter - in Kensington und gesellten sich zu jener Gruppe junger Cambridge-Studenten, deren Kennzeichen “Freiheit”, Flanellhosen, am Hals offene Flanellhemden, eine wohlerzogene Anarchie der Gefühle, flüsternde Stimme und eine überempfindsame Attitüde waren. Hilda indessen heiratete plötzlich einen zehn Jahre älteren Mann, der schon seit längerem zu dieser Cambridge-Gruppe gehörte - ein Mann mit stattlichem Vermögen und einem angenehmen, in der Familie weitergereichten Posten bei der Regierung; außerdem schrieb er philosophische Essays. Sie bewohnte mit ihm ein ziemlich kleines Haus in Westminster und bewegte sich in jenen achtbaren Kreisen höherer Regierungsbeamter, die zwar nicht zur Creme gehören, aber doch die eigentliche Intelligenzschicht im Volk bilden - oder doch bilden möchten: Leute, die wissen, worüber sie reden - oder reden, als wüßten sie es.
Connie leistete eine harmlose Art Kriegsdienst und verkehrte weiter mit den flanellbehosten, unduldsamen Cambridgern, die sich gelinde über alles und jedes mokierten. Ihr “Freund” war ein gewisser Clifford Chatterley, ein junger Mann von zweiundzwanzig Jahren, der von Bonn, wo er Kohlenbergbau studiert hatte, nach Hause geeilt war. Vorher war er zwei Jahre in Cambridge gewesen. Jetzt hatte man ihn zum Leutnant in einem schneidigen Regiment ernannt, und in Uniform stand es ihm noch besser, sich über alles lustig zu machen.

Aus der Reihe "Lady Chatterley" 27.03.2008 Weiter lesen

imageDavid Herbert Lawrence schrieb obige erotische Geschichte. - D. H. Lawrence versank in Depressionen. Er fing an zu reisen, um der Enge Englands zu entfliehen. Sein Englischprofessor in Nottingham, Ernest Weekley, hatte in Deutschland doziert, und Lawrence hoffte, Weekley könne ihm in Deutschland, seinem ersten Reiseziel, einen Job verschaffen. Als Lawrence deswegen Weekley besuchte, öffnete dessen Frau Frieda die Tür. Sie war Deutsche, jung und sehr schön. Lawrence verliebte sich sofort, schrieb Frieda glühende Liebesbriefe. Bald wurde Frieda seine Geliebte. Doch Lawrence wollte nicht im Hause seines Gönners als ständiger Ehebrecher verkehren. Er wollte Frieda heiraten.

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Der Prozess um Lady Chatterley - Neun der Geschworenen waren Männer, drei Frauen, darunter eine Kindergärtnerin und eine Witwe mit vier Kindern. Der Staatsanwalt las in seiner Eröffnungsrede sämtliche "unanständigen Stellen" des Werks vor und zählte dabei die schlimmen Worte. Richter Byrde unterbrach die Aufzählung. Doch am nächsten Tag berichtete die Londoner Presse sämtliche Details, die Sexstellen der Geschichte wurden nachgedruckt - es gehörte zur erlaubten Gerichtsberichterstattung. 24 Zeugen wurden während der Verhandlung aufgerufen, um "Lady Chatterley" endgültig aus dem Verkehr zu ziehen.

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Lady Chatterley" - alle bisherigen Folgen

Die erste Geschichte der Reihe stehen in der Liste oben, neueste Liebesgeschichten stehen unten.

001 - Früchte des Krieges
002 - Tastende Liebelei mit 18 Jahren
003 - Gierig wie Hunde auf Sex
005 - Die lächerlichen Behörden
006 - Diese plumpe Fickerei
007 - Umzug nach Wragby
008 - Der versehrte Mann
009 - Die Halbjungfrau
010 - Ihre Hüften waren zu fraulich ....
011 - Vater fordert verheiratete Tochter auf: “Nimm dir einen Geliebten”
012 - Ein Einkommen von fünfzigtausend Dollar
013 - Das furchtbare Verlangen in seinen glühenden Augen
014 - Ehebruch
015 - Connie verliebt sich
016 - Dieses unfertige, zarte Fleisch
017 - Sie spürte seine pulsierende Härte in sich
018 - Der Zusammenhang zwischen Pissen und Ficken
019 - Der Hunger nach dem Weibe
020 - Sexgespräche
021 - Sie fielen übereinander her ...
022 - Mein Penis ist schlapp und hebt nie den Kopf
023 - “Es ist alles so hoffnungslos keusch!”
024 - Das Kind des anderen

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