Klassische erotische Geschichten: jeden Tag neue erotische Geschichten, immer kostenlos.
Genießen Sie literarische Häppchen zwischendurch; oder lassen Sie sich von einer ganzen Textreihe zum Lesen verführen: Erotischen Literatur ist in der kurzen und in der langen Form ein geistreicher Genuss. In dieser Sektion finden Sie lange Geschichten, die wir in mehrere Teile aufgespalten haben, damit sie am Bildschirm besser lesbar sind. Jede Woche erscheinen neue Teile.
014 - Ehebruch
Er war ein seltsamer und sehr sanfter Liebhaber, war sehr sanft mit der Frau, zitterte unbeherrscht und war doch ganz unbeteiligt, nahm alles wahr, nahm jeden Laut draußen wahr.
Für sie bedeutete es nichts, außer, daß sie sich ihm hingab. Und schließlich hörte er auf zu zittern und lag ganz still, ganz still. Mit tauben, mitleidigen Fingern strich sie über seinen Kopf, der auf ihrer Brust lag.
Als er sich erhob, küßte er ihr beide Hände, dann beide Füße in den wildledernen Slippern und ging schweigend zur anderen Ecke des Zimmers hinüber; den Rücken ihr zugekehrt, blieb er dort stehen. Minutenlanges Schweigen. Dann drehte er sich um und kam wieder zu ihr; sie saß jetzt an ihrem alten Platz am Feuer.
“Vermutlich werden Sie mich jetzt hassen”, sagte er ruhig, entschieden. Sie warf ihm einen schnellen Blick zu.
“Warum sollte ich?” fragte sie.
“Die meisten tun es”, erwiderte er; aber faßte sich schnell: “Ich meine ... man denkt, daß es so ist bei Frauen.”
“Dies ist doch wohl nicht so recht der Augenblick, Sie zu hassen”, sagte sie verstimmt.
“Ich weiß, ich weiß! So sollte es sein! Sie sind wahnsinnig gut zu mir ...” Er jammerte erbarmungswürdig.
Sie fragte sich, warum er in so jämmerlicher Verfassung war. “Wollen Sie sich nicht wieder setzen?” fragte sie. Er sah zur Tür.
“Sir Clifford”, fing er an, “wird er ... wird er nicht ...”
Sie schwieg einen Augenblick und dachte nach. “Vielleicht”, sagte sie dann und sah zu ihm auf. “Ich will, daß Clifford nichts erfährt - auch nicht einen Verdacht bekommt. Es würde ihn so sehr verletzen. Aber ich glaube nicht, daß es unrecht war, oder doch?”
“Unrecht! Guter Gott, nein! Sie sind nur so unendlich gut zu mir ... ich kann es kaum ertragen.”
Er wandte sich ab, und sie sah, daß er im nächsten Augenblick anfangen würde zu schluchzen.
“Aber wir brauchen es Clifford nicht wissen zu lassen, nicht?” flehte sie. “Es würde ihn so verletzen! Und wenn er es niemals erfährt, niemals Verdacht schöpft, verletzt es niemanden.”
“Von mir”, sagte er grimmig, “von mir wird er nichts erfahren. Sie können ganz ruhig sein. Mich selbst verraten! Hahaha!” Er lachte hohl und zynisch bei dieser Vorstellung. Verwundert sah sie ihn an. “Darf ich Ihre Hand küssen und gehen? Ich denke, ich werde nach Sheffield fahren und dort den Lunch nehmen, wenn ich darf, und zum Tee zurück sein. Kann ich irgend etwas für Sie tun? Und kann ich sicher sein, daß Sie mich nicht hassen - und nicht hassen werden?” Mit einem verzweifelten Ton brach er ab.
“Nein, ich hasse Sie nicht”, sagte sie. “Ich glaube, Sie sind nett.”
“Ah!” rief er ungestüm. “Wie gut, daß Sie mir das sagen und nicht, daß Sie mich lieben! Es bedeutet so viel mehr ... Bis zum Nachmittag also. Ich habe bis dahin eine Menge zu bedenken.” Er küßte ihr demütig die Hand und ging.
Erschienen am 27.07.2008 | Eine Folge aus der Reihe "Lady Chatterley"
David Herbert Lawrence schrieb obige erotische Geschichte. -
D. H. Lawrence versank in Depressionen. Er fing an zu reisen, um der Enge Englands zu entfliehen. Sein Englischprofessor in Nottingham, Ernest Weekley, hatte in Deutschland doziert, und Lawrence hoffte, Weekley könne ihm in Deutschland, seinem ersten Reiseziel, einen Job verschaffen. Als Lawrence deswegen Weekley besuchte, öffnete dessen Frau Frieda die Tür. Sie war Deutsche, jung und sehr schön. Lawrence verliebte sich sofort, schrieb Frieda glühende Liebesbriefe. Bald wurde Frieda seine Geliebte. Doch Lawrence wollte nicht im Hause seines Gönners als ständiger Ehebrecher verkehren. Er wollte Frieda heiraten.
Der Prozess um Lady Chatterley - Neun der Geschworenen waren Männer, drei Frauen, darunter eine Kindergärtnerin und eine Witwe mit vier Kindern. Der Staatsanwalt las in seiner Eröffnungsrede sämtliche "unanständigen Stellen" des Werks vor und zählte dabei die schlimmen Worte. Richter Byrde unterbrach die Aufzählung. Doch am nächsten Tag berichtete die Londoner Presse sämtliche Details, die Sexstellen der Geschichte wurden nachgedruckt - es gehörte zur erlaubten Gerichtsberichterstattung. 24 Zeugen wurden während der Verhandlung aufgerufen, um "Lady Chatterley" endgültig aus dem Verkehr zu ziehen.
Die Erotik-Reihe "Lady Chatterley" - alle bisherigen Folgen
Die ersten erotischen Geschichten der Reihe stehen in der Liste oben, neueste erotische Geschichten stehen unten.
001 - Früchte des Krieges002 - Tastende Liebelei mit 18 Jahren
003 - Gierig wie Hunde auf Sex
004 - Das erste geschlechtliche Erschauern des Körpers
005 - Die lächerlichen Behörden
006 - Diese plumpe Fickerei
007 - Umzug nach Wragby
008 - Der versehrte Mann
009 - Die Halbjungfrau
010 - Ihre Hüften waren zu fraulich ....
011 - Vater fordert verheiratete Tochter auf: “Nimm dir einen Geliebten”
012 - Ein Einkommen von fünfzigtausend Dollar
013 - Das furchtbare Verlangen in seinen glühenden Augen
015 - Connie verliebt sich
016 - Dieses unfertige, zarte Fleisch
017 - Sie spürte seine pulsierende Härte in sich
018 - Der Zusammenhang zwischen Pissen und Ficken
019 - Der Hunger nach dem Weibe
020 - Sexgespräche
021 - Sie fielen übereinander her ...
022 - Mein Penis ist schlapp und hebt nie den Kopf
023 - “Es ist alles so hoffnungslos keusch!”
024 - Das Kind des anderen
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Hörbuch: Intime Beichten
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Unabhängige Hörbuch-Besprechungen
Aktuell bespricht Hörbuch-Kenner Roque diese erotischen Hörbücher:
Zeit des erotischen Romans
Im 18. Jahrhundert erlebte der galante Roman seine Blütezeit. Verlegern garantierte das Genre Bestseller-Auflagen und sie verlangten immer mehr Manuskripte von ihren Autorinnen. Denn tatsächlich wurden die voluminösen Wälzer zumeist von Frauen geschrieben. Das Lesepublikum war ebenfalls zu 80 Prozent weiblich.
Die Abbildung oben zeigt einen Mann, der mit seinem Penis bei einer Frau eindringt. Die historische, kolorierte Zeichnung entstammt dem "Kamasutra". Das Liebeslehrbuch brachten Kaufleute im 18. Jahrhundert aus dem Fernen Osten mit nach Europa - wo es sofort mehrfach nachgedruckt wurde.