Krimis, Thriller und Liebesgeschichten - kostenlos als eBook downloaden.
Startseite

017 - Sie spürte seine pulsierende Härte in sich

Er blieb diesmal nur drei Tage und verhielt sich Clifford gegenüber genauso wie am ersten Abend; auch Connie gegenüber. Am äußeren Menschen änderte sich nichts.

Er schrieb Connie, und in seinen Briefen war derselbe klagende, melancholische Ton wie immer; manchmal waren sie witzig und von einer Spur sonderbarer geschlechtsloser Zuneigung durchzogen. Er schien eine hoffnungslose Zuneigung für sie zu hegen, doch die ihm anhaftende Losgelöstheit blieb immer gleich. Er war ohne Hoffnung bis in den Kern, und er wollte ohne Hoffnung sein. Er haßte geradezu die Hoffnung. “Une immense espérance a traversé la terre”, hatte er irgendwo gelesen, und sein Kommentar dazu war: “- und sie hat verdammt noch mal alles ersäuft, was der Mühe wert war.”

Connie verstand ihn niemals so recht, aber auf ihre Weise liebte sie ihn. Und die ganze Zeit fühlte sie den Widerschein seiner Hoffnungslosigkeit in sich. Sie konnte nicht vorbehaltlos lieben, so in Hoffnungslosigkeit. Und er, der ohne Hoffnung war, konnte überhaupt nie ganz vorbehaltlos lieben.

So ging es eine Weile fort: sie schrieben einander und trafen sich zuweilen in London. Noch immer begehrte sie die physische, sexuelle Erregung, die sie sich aus eigener Kraft von ihm holte, wenn sein kleiner Orgasmus vorüber war. Und er wollte sie ihr noch immer geben. Das war genug, um sie zu verbinden.

Und genug, um eine ganz leise Selbstgefälligkeit in ihr zu wecken - etwas Blindes und ein wenig Arrogantes. Ein fast mechanisches Vertrauen in ihre eigenen Kräfte war es. Und dazu gesellte sich eine große Lebensfreude.

Sie war ungeheuer lebensfroh auf Wragby. Und sie wandte all ihre erwachte Lebensfreude und Zufriedenheit auf, um Clifford anzuregen. In dieser Zeit schrieb er seine besten Sachen, und er war fast glücklich auf seine wunderliche, blinde Art. Er erntete die Früchte der sinnlichen Befriedigung, die sie aus Michaelis’ maskuliner Passivität zog, die sie hart in sich spürte. Aber er erfuhr es natürlich nie, und hätte er es doch erfahren - er würde nicht danke gesagt haben!

Doch als die hochgestimmten, euphorischen Tage vorüber waren, ganz vorüber, und sie niedergeschlagen war und gereizt - wie sehr sehnte Clifford da diese Tage zurück! Wenn er es gewußt hätte - vielleicht hätte er dann gewünscht, sie und Michaelis wären wieder zusammen.

Connie hatte schon immer geahnt, daß ihre Affäre mit Mick, wie die Leute ihn nannten, eine hoffnungslose Sache war. Andere Männer schienen ihr jedoch nichts zu bedeuten. Sie fühlte sich Clifford verbunden. Er beanspruchte einen beträchtlichen Teil ihres Lebens, und den gab sie ihm. Doch sie verlangte nach einem beträchtlichen Teil vom Leben eines Mannes, und Clifford gab ihn ihr nicht, konnte ihn ihr nicht geben. Michaelis machte gelegentlich Anläufe dazu. Aber eine Ahnung sagte ihr, daß es bald damit zu Ende sein würde. Mick konnte einfach nichts aufrechterhalten. Es gehörte zu seiner Natur, daß er jede Beziehung abschütteln und wieder ungebunden, abgesondert, ganz und gar ein verlassener Hund sein mußte. Es war eine höhere Notwendigkeit für ihn, wenn er auch ständig sagte: Sie hat mir den Laufpaß gegeben!

Es heißt, die Welt sei voller Möglichkeiten. Aber in der persönlichen Erfahrung schrumpfen sie auf eine verschwindend geringe Anzahl zusammen. Viele gute Fische schwimmen im Meer - vielleicht -, aber weitaus die meisten scheinen Makrelen und Heringe zu sein, und wenn man selbst weder Makrele noch Hering ist, wird man es schwer haben, auch nur ein paar gute Fische im Meer zu finden.

Clifford eilte dem Ruhm und sogar dem Geld mit langen Schritten entgegen. Man suchte ihn auf. Connie hatte fast ständig irgend jemanden zu Gast auf Wragby. Aber wenn er nicht Makrele war, so war er Hering; zuweilen war auch ein Katzenwels oder ein Seeaal darunter.

Aus der Reihe "Lady Chatterley" 11.11.2008 Weiter lesen

imageDavid Herbert Lawrence schrieb obige erotische Geschichte. - D. H. Lawrence versank in Depressionen. Er fing an zu reisen, um der Enge Englands zu entfliehen. Sein Englischprofessor in Nottingham, Ernest Weekley, hatte in Deutschland doziert, und Lawrence hoffte, Weekley könne ihm in Deutschland, seinem ersten Reiseziel, einen Job verschaffen. Als Lawrence deswegen Weekley besuchte, öffnete dessen Frau Frieda die Tür. Sie war Deutsche, jung und sehr schön. Lawrence verliebte sich sofort, schrieb Frieda glühende Liebesbriefe. Bald wurde Frieda seine Geliebte. Doch Lawrence wollte nicht im Hause seines Gönners als ständiger Ehebrecher verkehren. Er wollte Frieda heiraten.

image

Der Prozess um Lady Chatterley - Neun der Geschworenen waren Männer, drei Frauen, darunter eine Kindergärtnerin und eine Witwe mit vier Kindern. Der Staatsanwalt las in seiner Eröffnungsrede sämtliche "unanständigen Stellen" des Werks vor und zählte dabei die schlimmen Worte. Richter Byrde unterbrach die Aufzählung. Doch am nächsten Tag berichtete die Londoner Presse sämtliche Details, die Sexstellen der Geschichte wurden nachgedruckt - es gehörte zur erlaubten Gerichtsberichterstattung. 24 Zeugen wurden während der Verhandlung aufgerufen, um "Lady Chatterley" endgültig aus dem Verkehr zu ziehen.

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Lady Chatterley" - alle bisherigen Folgen

Die erste Geschichte der Reihe stehen in der Liste oben, neueste Liebesgeschichten stehen unten.

001 - Früchte des Krieges
002 - Tastende Liebelei mit 18 Jahren
003 - Gierig wie Hunde auf Sex
004 - Das erste geschlechtliche Erschauern des Körpers
005 - Die lächerlichen Behörden
006 - Diese plumpe Fickerei
007 - Umzug nach Wragby
008 - Der versehrte Mann
009 - Die Halbjungfrau
010 - Ihre Hüften waren zu fraulich ....
011 - Vater fordert verheiratete Tochter auf: “Nimm dir einen Geliebten”
012 - Ein Einkommen von fünfzigtausend Dollar
013 - Das furchtbare Verlangen in seinen glühenden Augen
014 - Ehebruch
015 - Connie verliebt sich
016 - Dieses unfertige, zarte Fleisch
018 - Der Zusammenhang zwischen Pissen und Ficken
019 - Der Hunger nach dem Weibe
020 - Sexgespräche
021 - Sie fielen übereinander her ...
022 - Mein Penis ist schlapp und hebt nie den Kopf
023 - “Es ist alles so hoffnungslos keusch!”
024 - Das Kind des anderen

Startseite

Kontakt © 2007–2017