Klassische erotische Geschichten: jeden Tag neue erotische Geschichten, immer kostenlos.

Genießen Sie literarische Häppchen zwischendurch; oder lassen Sie sich von einer ganzen Textreihe zum Lesen verführen: Erotischen Literatur ist in der kurzen und in der langen Form ein geistreicher Genuss. In dieser Sektion finden Sie lange Geschichten, die wir in mehrere Teile aufgespalten haben, damit sie am Bildschirm besser lesbar sind. Jede Woche erscheinen neue Teile.

027 - Lesbische Spiele

Dennoch fand mehrere Wochen lang ein gegenseitiges Täuschen und Verheimlichen des Wunsches statt. Jede wollte, daß die andere den ersten Schritt tun sollte. Endlich trat der Kamm seine Herrschaft an die Hand ab und kaum war die erste Probe gemacht, so warf die Baronin jede Maske der Zurückhaltung ab und zeigte sich ganz als das, was sie war: ein lüsternes, begehrliches, wollüstiges Weib, von quälenden Fesseln eingeengt, aber entschlossen, sich auf jede mögliche Art des Zwanges zu entledigen. Sie war an einen Mann verheiratet, der früh vom Leben entnervt, nur in den ersten Jahren der Ehe ihr gegenüber ein wirklicher Mann gewesen war. Aber selbst in dieser Zeit hatte er wohl Begierden erwecken, sie aber nicht befriedigen können.

Wie bei vielen, vielleicht bei den meisten Frauen, hatte sich das Mitgefühl bei den Freuden der Liebe erst spät eingefunden. War es körperliche Schwäche oder Folge des früheren ausschweifenden Genusses bei ihm, kurz, er hatte gewöhnlich geendet, ehe sie noch begonnen, so daß eine verzehrende Sehnsucht bei ihr an die Stelle der natürlichen Befriedigung trat.

Schon seit zwei Jahren lebte er in einer diplomatischen Stellung in Paris, und hatte seine Frau, wahrscheinlich in dem Gefühl der endlich eingetretenen vollständigen Unfähigkeit, an den Genfer See gebracht, wo sie höchst elegant und glänzend, aber sehr einsam lebte.

Marguerite bemerkte sehr wohl, daß eine Art von Haushofmeister, ein alter, verdrießlicher Mann als Aufpasser angestellt war, der alles, was er sah und hörte, nach Paris berichten mußte. Als die Baronin und Marguerite erst keine Scheu vor einander mehr hatten, fanden entweder morgens beim Aufstehen oder abends beim zu Bette gehen die ausgelassensten Szenen zwischen der Herrin und Dienerin statt, ohne daß während des Tages die erstere das geringste in ihrer Stellung gegen die letztere vergab.

Waren die Spielereien zuerst nur einseitig gewesen, so wurden sie bald gegenseitig; Marguerite mußte völlig entkleidet zu ihr in das Bett kommen und Marguerite brauchte mir nicht zu erzählen, was sie zusammen trieben, hatte ich es doch selbst an mir erfahren. Nur hatte sie dort meine Rolle gespielt. Die Baronin soll ganz unerschöpflich in neuen Erfindungen gewesen sein und wußte den Berührungen zweier weiblicher Körper immer neue Reize abzugewinnen. Marguerite schilderte mir diese Zeit als die glücklichste, sorgloseste und genußreichste ihres Lebens.

Allwöchentlich fuhr die Baronin nach Genf, um dort Besuche und Einkäufe zu machen usw. Jedesmal ging der Haushofmeister mit und auch Marguerite wurde, als jenes vertrauliche Verhältnis sich erst befestigt hatte, mitgenommen.

In einem der ersten Hotels hatte der Haushofmeister ein Abkommen mit dem Wirt treffen müssen, so daß die Baronin immer dieselben Zimmer bekam. Ein Schlaf- und Wohnzimmer für sie, daneben ein kleines Zimmer für Marguerite und neben diesem eines für den Haushofmeister. Aus jedem dieser Zimmer ging eine Tür auf den Korridor, die Verbindungstüren zwischen den Zimmern selbst waren verschlossen und Möbel davorgestellt. Kaum hatte Marguerite nur einige Male diese Reisen nach Genf mitgemacht, so bemerkte sie auch, daß etwas dort vorgehe, was die Baronin ihr verheimliche. Erstens fand weder abends noch morgens eine Toilette in gewohnter Art, noch irgendeine weibliche Vertraulichkeit statt; zweitens war die Baronin sonderbar ängstlich und unruhig, und drittens bemerkte sie an dem Bett und an dem Nachtkleide der Baronin deutliche Zeichen, daß sie in der Nacht nicht allein gewesen sei, nicht geschlafen haben konnte.

Das Bett war in ganz ungewöhnlicher Unordnung. Stühle standen anders, als sie am Abend vorher gestanden hatten, und noch viel unzweideutigere Spuren fanden sich in der Nachtkleidung der Baronin. Mit einer Art von Eifersucht bewachte sie jeden Schritt, den die Baronin tat, jeden Brief, der ankam, jede Botschaft, die gebracht wurde, jede Visite, die empfangen wurde. Aber es war nichts zu entdecken! Und doch mehrten sich mit jeder Reise die Anzeichen, daß die Baronin in der Nacht nicht allein war.

Vergebens horchte sie von ihrem Zimmer aus, ob sie etwas wahrnehmen könne. Die Baronin verschloß nicht allein die Tür des Wohnzimmers nach dem Korridor, sondern auch die Tür, welche aus dem Wohnzimmer in das Schlafzimmer führte. Ein Lauschen an der verschlossenen Tür, welche von dem Schlafzimmer auf den Korridor führte, wäre gar nicht möglich gewesen, weil fortwährend Reisende und Dienerschaft in dem Korridor verkehrten. Ebenfalls vergebens blieb Marguerite die halbe Nacht an ihrer offenen Tür stehen, um zu sehen, ob jemand vom Korridor aus in die Zimmer der Baronin träte. Diese Ungewißheit und dieses Lauschen dauerte mehrere Monate, bis endlich der Zufall eine Aufklärung brachte.

In einer Nacht entstand plötzlich Feuer, ganz in der Nähe des Hotels. Der Wirt ließ an alle Türen anpochen, um seine Gäste zu wecken und von der nahen Gefahr in Kenntnis zu setzen, und Marguerite eilte so rasch als möglich an die Tür der Baronin, pochte heftig an und wurde von der zu Tode erschrockenen Baronin eingelassen. Der Feuerschein, welcher in die Fenster schlug, hatte die Baronin so aller Fassung beraubt, daß sie am ganzen Körper zitterte und nur unzusammenhängende Worte sprechen konnte.

Erschienen am 18.12.2007 | Eine Folge aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin"

erotische-geschichtenWilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. - Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.

“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen

Die ersten erotischen Geschichten der Reihe stehen in der Liste oben, neueste erotische Geschichten stehen unten.

001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau
002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
034 - Abschied von der Baronin
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
036 - Der Vorgeschmack der Freuden
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
038 - Die junge Hirtin mag es grob ...
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...
041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
047 - Das himmlische Balsam
048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!
049 - Freudenspiele im Bad
050 - Das geheime Verhältnis
051 - Unverhofft kommt oft!
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...
053 - Die Sexnacht mit dem Fürsten

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Hardcore Angel erzählt die Geschichte der Angel Dare, einer Porno-Actrice, die den Aufstieg ins Porno-Produzentengeschäft geschafft hat. Bis zu dem Tag, da sie einen letzten Filmauftrag annehmen will ... Von einem Moment zum anderen bricht die heile (Porno-)Welt der hübschen Angel zusammen und sie gerät in einen Strudel aus Vergewaltigung, Mord, Verfolgung. Das Millieu der Pornobranche nach der Jahrtausendwende ist mit Kennerblick gezeichnet, zahlreiche saftige Sexszenen und zynische Dialoge, die in besten Momenten an Chandler erinnern, machen den Hardboiled-Lesestoff zum Vergnügen.

Die vollkommene Ehe

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Während die Kunst (oben: Bordellszene von Degas) Erotik und Sex als Thema längst entdeckt hatte, trauten sich die Bürger im Alltag um 1900 kaum, über das Thema zu reden. Sex war Schmuddelkram. Mit der Folge, dass viele Paare unter Eheproblemen litten, ohne darüber zu sprechen. Bis Dr. Theodor Hendrik Van de Velde das erste Sexberatungsbuch der Literaturgeschichte schrieb. Es erschien 1926, und niemand hätte es dem seriösen Dr. Van de Velde zugetraut, ein derartig obszönes Werk zu verfassen, das unmittelbar bei Erscheinen zum Skandalon wurde. Van de Velde stand damals auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Mediziner. Er war blond, das Haar an den Schläfen bereits leicht ergraut, die Stirn hoch und seine Augen blickten gütig und ernst. Er sprach ein Dutzend Sprachen und war Leiter der Frauenklinik in Haarlem. Mitarbeiter nannten ihn den "Grandseigneur der Medizin". Bis er das Buch "Die vollkommene Ehe" heraus brachte. Lange vor Kinsey redete Van de Velde darin Klartext über Sex und glückliche Beziehungen. Noch Jahrzehnte nach seinem Erscheinen sorgte das Werk für Gesprächsstoff. Van de Velde gab seine Leitungsposition in Haarlem ab und zog sich in die Schweiz zurück.