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031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...

So teilte Marguerite ihm den Plan mit und verlangte die Ausführung noch vor der Abreise der Baronin nach Morges, die schon nach dem Déjeuner erfolgen sollte.

Entzückt über die Aussicht, die sich ihm für ein ganz besonderes Verhältnis bot, ging der Graf auf alles ein, und als Marguerite nun seiner Hand die vollste Freiheit gestattete, war er fast noch erstaunter, daß das eben so unternehmende wie listige Mädchen noch unberührt von einem Manne sei. So unerwartet ihm das alles war, so bereitwillig machte es ihn, alles zu tun, was sie haben wollte, denn eine liebenswürdigere Teilnehmerin an seinen Genüssen mit der Baronin konnte er sich nicht denken.

Er wollte ihr sofort den Beweis geben, daß er entzückt von seiner neuen Bekanntschaft sei, Marguerite widerstand aber so entschieden, daß er zu nichts gelangte und seine Leidenschaft dadurch nur noch heftiger angeregt wurde. Doch hatte sie bei diesem Versuche genug gefühlt und gesehen, um sie nur noch fester in ihrem Entschluss zu machen, ihrer mißtrauischen Baronin den Besitz, und zwar den gefahrlosen Besitz des schönen jungen Mannes nicht allein zu gönnen.

Alles, was kaum eine Stunde nachher geschah, wurde noch einmal verabredet, und nachdem sie dem Grafen alles mögliche, nur nicht das Eine und Letzte, was er verlangte, gewährt und ihn dadurch ganz in Feuer und Flammen gesetzt hatte, entfernte sie sich, ging in ihr Zimmer zurück und erwartete dort die Klingel der Baronin, welche gegen 9 Uhr aufstand, die Tür ihres Vorderzimmers aufschloß, dann klingelte und sich wieder aufs Bett legte, wie sie gewöhnlich zu tun pflegte, während Marguerite alles zur Toilette Nötige im Schlafzimmer ordnete und dann im Vorderzimmer die Sachen zur Rückreise packte, endlich aber das Déjeuner servierte.

Das war alles ganz genau verabredet und im Nebenzimmer erwartete der Graf die versprochenen Zeichen, wenn sich Marguerite im Vorderzimmer befinden würde. Es erfolgte, indem Marguerite die Tür zwischen dem Schlaf- und Wohnzimmer geräuschvoll schloß. Zum größten Schrecken der Baronin öffnete sich nun plötzlich die Tür des Grafen, er schob den Schrank zurück, kam in das Schlafzimmer, stürzte auf das Bett zu und bedeckte die Baronin mit seinen Küssen. Keines Wortes mächtig zeigte sie nur zitternd auf die Tür nach dem Vorzimmer, in welchem Marguerite eben mit Geräusch die Sachen packte. Den Wink verstehend, eilte der Graf zur Tür und schob scheinbar den Riegel vor, kam dann zur Baronin zurück und beschwor sie, leise flüsternd, ihm vor ihrer Abreise noch einmal die höchste Gunst zu gestatten.

Sie wäre in der letzten Nacht so hinreißend liebenswürdig gewesen, daß er sich gar nicht mehr halten könne und fürchte krank zu werden, wenn sie ihm den Genuß ihrer Reize versagte. Dabei war er so geschäftig, hatte jenes Sicherungsmittel zu ihrer Beruhigung schon übergezogen mitgebracht, daß die Baronin – vielleicht nur, um den unbesonnenen Stürmer rasch wieder los zu werden – die Schenkel öffnete und den Unbändigen in die ersehnte Bahn führte. Anfangs so leise als möglich, wurde bald der verabredete Seufzer ausgestoßen und in diesem Augenblicke trat Marguerite ins Zimmer, denn die Tür war nicht verriegelt worden. Anscheinend vor Schreck über den Anblick keines Wortes mächtig, ließ sie die Toilettengegenstände, die sie in der Hand trug, fallen und starrte auf das Bett, wo die Baronin mit hochschwebenden Schenkeln lag, während der Graf unzweifelhaft im vollsten Besitze des entscheidenden Punktes war.

Sie konnte sich unmöglich so erschrocken stellen, als die Baronin es wirklich war, denn ihre Ehre, ihr Vermögen, ihre ganze Stellung in der Gesellschaft stand auf dem Spiele. Mit einem unverständlichen russischen Fluche sprang der Graf zurück, blickte die Eingetretene wütend an und sagte zur Baronin:

“Wir sind verloren, wenn ich diese Verräterin nicht ermorde und auf ewig stumm mache! Sie darf dieses Zimmer nicht verlassen, ohne daß wir sicher sind.”

Marguerite tat, als wenn sie entsetzt vor dem Wütenden fliehen wollte. Der Graf aber stellte sich mit dem Rücken gegen die Tür und maß sie mit drohenden Blicken, als führe er etwas Schreckliches gegen sie im Schilde. Die Baronin war bei dem allen mehr tot als lebendig. Plötzlich rief der Graf, als habe er einen Gedanken bekommen: “Es gibt nur ein Mittel, dieses Mädchen zum Schweigen zu bringen. Sie muß unsere Mitschuldige werden. Verzeihen Sie mir, geliebte Baronin, was ich tue, tue ich für Sie.”

Déjeuner: französisch “Frühstück”.

Aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin" 31.12.2007 Weiter lesen

erotische-geschichtenWilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. - Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.

“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen

Die erste Geschichte der Reihe stehen in der Liste oben, neueste Liebesgeschichten stehen unten.

001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau
002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
027 - Lesbische Spiele
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
034 - Abschied von der Baronin
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
036 - Der Vorgeschmack der Freuden
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
038 - Die junge Hirtin mag es grob ...
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...
041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
047 - Das himmlische Balsam
048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!
049 - Freudenspiele im Bad
050 - Das geheime Verhältnis
051 - Unverhofft kommt oft!
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...

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