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038 - Die junge Hirtin mag es grob ...

In meinen Unterhaltungen mit Marguerite blieb fast nichts übrig, worüber sie mir nicht vollständige Belehrung gegeben, so daß ich klüger und ausgerüsteter in die Welt trat, wie selten ein Mädchen, und weit entfernt, daß mir das schädlich gewesen wäre, hat es mich vor unglücklichen Erfahrungen bewahrt, denn ich wußte nun genau, um was es sich handelte und konnte mich in acht nehmen. Man hielt mich für kalt und tugendhaft, ich war doch bloß unterrichtet und vorsichtig.

Wollte man überhaupt die sogenannte Tugend der bei weitem meisten Frauen ergründen, so würden sich wunderbare Resultate ergeben. Ich habe mir nun einmal Aufrichtigkeit gegen Sie zur Pflicht gemacht, glaube aber, daß nur sehr wenige Frauen zu einer vollständigen Aufrichtigkeit zu bewegen sein würden, denn Verstecken und Täuschen liegt nun einmal in unserer Natur. Könnte man die Gefahr der Folgen hinwegzaubern, so gäbe es kein tugendhaftes Mädchen mehr. Alle versuchten aus Neugierde und genössen sowohl aus dem eigenen Trieb zur Wollust, als aus Freude an der Wollust des Mannes.

Ehe ich das Haus meiner Eltern verließ, um die zwar dornenvolle, aber auch freudenreiche Laufbahn einer Künstlerin zu betreten, hatte ich noch Gelegenheit, die Rückseite der Medaille kennenzulernen.

Meine Eltern hatten eine große, fast ländliche Wirtschaft, Kühe, einen ganzen Hof voll Federvieh und einen großen Garten. Die Hühner und Tauben waren meine Domäne und ihre Fütterung und Pflege ließ ich mir nicht nehmen. Der Hühnerstall stieß dicht an den Kuhstall und war nur durch eine dünne Wand, von einem Verschlage getrennt, wo das Futter für die Kühe aufbewahrt wurde. Dort befand ich mich eines Tages, als der Kutscher, den wir erst seit kaum 14 Tagen in Diensten hatten, in den Kuhstall kam und die Viehmagd, ein Scheusal von Schmutz und Häßlichkeit, vierschrötig und plump, in den Verschlag zerrte. Sie kicherte, wehrte sich so viel als nötig war, ergab sich aber sehr bald, und als er sie ohne Umstände auf das Heu niederwarf, konnte ich doch der Neugierde nicht widerstehen, stieg auf einen Schemel und sah durch eine Luke in den Verschlag.

Ich wollte, ich hätte es nicht getan, denn einen häßlicheren Kontrast gegen alles, was ich bis dahin kennengelernt, kann man sich nicht denken! Ohne alle Zärtlichkeit, ohne
sich auch nur im allergeringsten bei den Einleitungen aufzuhalten, warf er dem Mädchen die Röcke in die Höhe, wühlte mit der einen Hand in ihrer Brust, mit der anderen an dem Gegenstande seiner rohen Begierde, stürzte dann über sie hin und machte alles, was ich bei meinem Vater in höchster Zartheit und Süßigkeit gesehen hatte, so plump, daß ich mich immer abwenden wollte und noch nicht begreife, daß ich es nicht getan.

Das Widerwärtigste aber waren die Ausdrücke, welche beide dabei gebrauchten. Alles wurde mit Namen genannt, die ich bis dahin nicht gekannt. Zuerst er, dann als die Krisis sich bei ihr näherte, in den gemeinsten Worten auch sie; bis endlich die Ermattung eintrat und wenigstens die ekelhaften Worte aufhörten. Ich war wie in einem Banne gewesen, hatte unverrückt die Augen auf den unbeschreiblich häßlichen Vorgang richten müssen und fühlte mich wahrhaft erleichtert, als er aufhörte. Das Knarren des Schemels fürchtend, stieg ich noch nicht gleich herab und mußte nun hören, daß das Mädchen ihrerseits den Kutscher zu einer Wiederholung animierte, nicht allein mit Worten und zwar den abscheulichsten, sondern auch durch die unweiblichsten Gebärden. Er schien vollkommen genug zu haben und zeigte keine besondere Bereitwilligkeit, auf ihre Wünsche einzugehen, bis sie endlich ihren Willen durchsetzte und ihn zu einer Wiederholung zwang. Es dauerte diesmal sehr viel länger als das erste Mal und war noch widriger, da sie jeden Stoß mit Ausrufen begleitete, die zwar keinen Zweifel an ihrem Vergnügen ließen, aber auch die schamloseste Gemeinheit atmeten.

Ich war um eine häßliche Erfahrung reicher geworden und hatte eine Sache von ihrer nackten, unanständigen Seite kennengelernt, die meine Phantasie bis dahin nur mit dem höchsten poetischen Reize bekleidet hatte. Wie so ganz anders war diese Befriedigung des rohen Bedürfnisses, als die zärtliche, innige Vereinigung zweier gebildeter Menschen! Was blieb an der Sache, wenn man ihr die Zartheit, Scheu und Seelenhaftigkeit nahm? Von Liebe oder auch nur von Neigung konnte doch zwischen diesen beiden Wesen nicht die Rede sein.

Er war erst seit 14 Tagen im Hause, und was der Zufall mich sehen ließ, war gewiß nicht das erste Mal gewesen. Wahrscheinlich hatte sie dem Neuangekommenen nur die Rechte seines Vorgängers eingeräumt und fand darin gar nichts Besonderes. Aber wie machte sie es nur, daß sie den Folgen eines solchen Umganges entging? Denn schwerlich war der Kutscher der einzige, der sich ihres Schmutzes erfreuen durfte. Ihre Ausrufe bewiesen wenigstens, daß sie eben alles und bis zum letzten Tropfen in sich aufnahm und keinen Begriff von Inachtnehmen oder irgendeiner Vorsichtsmaßregel hatte. Das gab mir viel, aber nicht angenehm zu denken. Freilich konnte es einer Viehmagd ziemlich gleichgültig sein, ob ihr Ruf litt, oder ob sie einem jener unglücklichen Geschöpfe das Leben gab, die bestimmt zu sein scheinen, den Fehltritt der Eltern abzubüßen.

Kurz, ich hatte auch erfahren, welchen Vorzug geistige Bildung, Sitte und Ideal vor der großen Masse der Menschen zu verleihen vermag. Es ist auch keineswegs der körperliche Genuß, der physische Nervenreiz allein, welcher die innigste Vereinigung der Geschlechter zu einem Abglanz überirdischer Seligkeit macht. Nein, es ist die geistige Erregung, das Anspannen aller Seelenkräfte, das Hingeben des Verstandes an das Gefühl gleichzeitig mit zauberhaft unerklärlicher Wonne, die jede Faser des menschlichen Körpers über ihre nur irdische Tätigkeit hinaushebt. Damals konnte ich mir davon keine Rechenschaft geben.

Ich fühlte nur die ganze Widerwärtigkeit roher, plumper und durch Gemeinheit entweihter Sinnlichkeit, ohne zu wissen, daß auch hier der Adel in der Art und Weise liegt, wie der Genießende die Sache behandelt. Hätte ich dieses Paar eher gesehen, als jene unbeschreiblich genußreiche Szene zwischen meinem Vater und meiner Mutter, so wären meine Neigungen und durch sie meine Erfahrungen wahrscheinlich ganz andere geworden. Deutlich erkannte ich, daß wir ein Spielball des Zufalls, unsere Tugenden und Laster Folgen der Eindrücke sind, die wir empfangen.

Aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin" 28.01.2008 Weiter lesen

erotische-geschichtenWilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. - Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.

“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen

Die erste Geschichte der Reihe stehen in der Liste oben, neueste Liebesgeschichten stehen unten.

001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau
002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
027 - Lesbische Spiele
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
034 - Abschied von der Baronin
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
036 - Der Vorgeschmack der Freuden
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...
041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
047 - Das himmlische Balsam
048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!
049 - Freudenspiele im Bad
050 - Das geheime Verhältnis
051 - Unverhofft kommt oft!
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...

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