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041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...

So unschuldig und wenig welterfahren Franzl auch war, so hatte er doch Sinne und hätte von Stein sein müssen, um solcher Versuchung zu widerstehen. Wirklich faßte er denn auch endlich den Mut, erst meine Wade, dann meine Knie und meine nackten Schenkel zu berühren. Überlief es mich schon in diesem Augenblicke heiß, wie muß dem armen Jungen erst zu Mute gewesen sein! Immer seine Augen ängstlich auf mein Gesicht geheftet, ob ich auch nicht aufwache, wagte er es endlich, den Fleck zu berühren, der ihn mit zauberhafter Gewalt anzog.

Ein wollüstiger Schauder überlief mich, als ich zum ersten Male die Hand eines Mannes an diesem Brennpunkt alles irdischen Vergnügens empfand. Das war doch etwas anderes, als ich bis dahin gekannt! Es war nun keine Verstellung mehr, daß ich tief seufzte und dabei meine Lage veränderte, aber nicht zum Nachteil meines zaghaften Liebhabers, der an allen Gliedern zitterte, daß ich wohl aufwachen könne. Sehr bald überzeugte er sich aber, daß ich einen wahren Totenschlaf haben müsse, und so begann er sein Spiel aufs neue. Durch meine veränderte Lage hatte ich seiner Hand noch freiere Bahn gemacht, und nun begnügte er sich nicht mehr mit der Berührung, sondern hob so leise als möglich meine Kleider auf, um auch zu sehen.

Sie selbst haben mir gesagt, als sie mich wegen jener abscheulichen Krankheit untersucht, daß ich sehr reizend gebaut, und trotz der Verwüstung, die damals jene Krankheit angerichtet, gerade in diesem Punkte selten schöne Formen besitze. Also werden Sie mir glauben, daß nun mein Franzl ganz außer sich geriet und selbst seine unglaubliche Schüchternheit der Versuchung nicht mehr widerstand. Er berührte so vorsichtig und sanft den Gegenstand seiner - und ich gestehe es, auch meiner Wünsche, daß ich nur zu deutlich den Unterschied zwischen der Hand eines Mannes, Margueritens und meiner eigenen erkannte. Immer noch schlafend, dehnte und streckte ich mich, hütete mich aber wohl, die Schenkel zu schließen, was bei einer wirklich Schlafenden wohl das Natürlichste gewesen wäre. Nun schien es Franzl aber auch nicht mehr aushalten zu können. Wie besinnungslos öffnete er die Beinkleider, entblößte den Opferstahl, der mich zuverlässig besiegt hätte, wenn Margueritens Warnungen nicht zu lebendig vor meiner Seele gestanden hätten. Ich wollte eine große Künstlerin werden, das war mein fester Entschluß; ebenso entschlossen war ich, zu genießen, was mein Geschlecht ohne Gefahr genießen kann, aber mich einem jungen unerfahrenen Menschen hingeben, das wollte ich nicht!

So erwachte ich in dem Augenblicke, wo er auf dem Sofa zwischen meinen Schenkeln niedergekniet war, starrte den Erschrockenen an und warf mich mit einem Schwünge auf die Seite, so daß er augenblicklich jeden Vorteil seiner schon erlangten Stellung verlor und er nicht weiter kommen konnte. Sie haben ja immer mein entschiedenes Talent zur Schauspielkunst gerühmt. Nun, hier wurde eine Szene aufgeführt, bei der Sie die Wahrheit meines Spieles gewiß bewundert hätten. Vorwürfe, Entrüstung, Tränen von der einen, Angst, Verwirrung und Scham auf der anderen Seite - solche Verwirrung, daß er vergaß, den eigentlichen Verräter der Situation wieder wegzuknöpfen, was mir gar nicht unlieb war, denn ich konnte mitten unter Tränen und Schluchzen meine Neugier vollständig befriedigen und ich hatte Ursache, mir Glück zu wünschen, daß meine List mich an einen so jugendkräftigen Mann geführt.

Die Explikation war einfach. Ich bewies ihm, daß er von allen Menschen geflohen werden würde, wenn ich mich über sein unwürdiges Betragen beklagen wollte usw. Damit hätte ich ihn aber zur Tür hinausgetrieben und ihn schwerlich je wieder gesehen, wenn ich ihm nicht gestanden, daß ich ihm eigentlich recht gut sei, daß ich schon längst seine Liebe zu mir bemerkt und es daher dem Übermaße dieser Liebe verzeihen wolle, was er an mir gesündigt. Ich muß das alles sehr natürlich und überzeugend gesagt haben, denn er glaubte es unbedingt, wurde endlich Herr seiner Verwirrung, räumte beschämt beiseite, was zu deutlich sein Verbrechen verriet, und das Ende war ein Kuß, der kein Ende nehmen wollte.

Meine Hingebung, ja selbst meine Erwiderung führte aber zu nichts weiter. Er blieb schüchtern wie zuvor und wagte nicht das Geringste. Nach wiederholten Vorwürfen, Beteuerungen, Verzeihungen blieb es eben, wie es war und als wäre nichts vorgefallen. Aus den Gesangsstudien wurde nicht viel, und als mein Ehrenhüter vom Markteinkaufe nach Hause kam, verließ mich Franzl verlegen und scheu, so daß ich mir mit aller meiner List und meinem fein angelegten Plane recht dumm vorkam. Gewiß kam er vor lauter Angst gar nicht wieder; das wurde mir jetzt erst klar. Aber so verrechnet wollte ich mich doch nicht haben! Ich war unruhig und zerstreut und zerbrach mir den Kopf, wie ich, ohne meiner weiblichen Würde etwas zu vergeben, meinen Willen haben konnte. Vor allen Dingen mußte ich wieder allein mit ihm zusammenkommen, denn wie er mir später gestand, hatte ich ganz richtig vermutet. Er war entschlossen gewesen, nie wieder unsere Schwelle zu betreten. Es war nicht leicht, das Richtige zu treffen, denn ich war ja nicht verliebt, sondern nur neugierig, wollte ihm ja keine Rechte einräumen, sondern nur meinen Willen mit ihm haben. Mein Gesanglehrer mußte endlich den Vermittler abgeben. Ich bat ihn, er möge einmal prüfen, ob ich in meinen Selbststudien mit dem von ihm empfohlenen Accompagnateur auch den richtigen Weg gehe?

Dazu brauchte der Accompagnateur nur zu ihm bestellt zu werden. Das geschah denn auch ohne weiteres und Franzl war nicht wenig in Verlegenheit, als er plötzlich und unerwartet mit mir zusammentraf. Meine künstliche und seine natürliche Bestürzung und Verlegenheit mußten für denjenigen, welcher das zwischen uns Vorgefallene gekannt hätte, sehr komisch gewesen sein. Alles ging nach Wunsch. Ich flüsterte ihm zu, daß ich ihn notwendig sprechen müßte, denn die Aufwärterin oder die Tante schienen etwas gemerkt zu haben. In der Todesangst war er zu allem bereit, und beim Fortgehen verabredeten wir ein Zusammentreffen am Abende im Theater. Nun war das Eis gebrochen, denn wenn zwischen zwei jungen Leuten erst Heimlichkeit und Verabredung stattfindet, so findet sich ganz von selbst mehr. Am Abende verließ ich früher als gewöhnlich die Loge und fand meinen schüchternen Franzl schon auf dem verabredeten Posten. Ich sagte ihm, daß mir aus den sonderbaren Mienen und Worten der Tante schiene, als habe sie oder die Aufwärterin uns belauscht.

Ich wäre in Verzweiflung, da ich nicht wisse, was er während meines unglückseligen Schlafes mit mir angefangen und wieweit er seine schamlose Frechheit getrieben. Ich befände mich seit jener Zeit unwohl und in der fieberhaftesten Aufregung und müßte ja fürchten, daß das Schrecklichste mit mir geschehen sei. Das nahm Franzl alles für bare Münze und wußte gar nicht, wie er mich beruhigen und trösten sollte. Bei alledem kamen wir meiner Wohnung immer näher, und wenn es fortging mit Vorwürfen und Entschuldigungen, so trennten wir uns wahrscheinlich auch heute, ohne daß unser Verhältnis ein anderes geworden. In höchster Aufregung wurde ich daher plötzlich unwohl und konnte nicht mehr gehen, so daß Franzl einen Fiaker holen mußte, und wahrscheinlich, hätte ich ihn nicht halb und halb mit hineingezogen, ich glaube, er hätte mich allein nach Hause fahren lassen. In der traulichen Enge und dem Dunkel des Wagens konnte er mir aber nicht entgehen, nur war meine Sorge, daß wir in wenigen Minuten vor meinem Hause sein mußten. Ich sagte ihm daher, so verweint und aufgelöst könne ich mich nicht vor meiner Tante sehen lassen, er solle dem Kutscher sagen, daß er uns wenigstens einige Zeit auf dem Glacis umherfahre, damit ich nur erst wieder zu mir käme.

Es geschah, und nun ging alles nach Wunsch. Aus Tränen wurden Küsse, – aus den Vorwürfen Liebkosungen. Ich empfand zum ersten Male den ganzen Reiz der Umarmung eines Mannes, sträubte mich zwar, aber doch nicht so entschieden, daß seine Schüchternheit ihn hätte aufhören lassen, ich wollte immer wissen, was er eigentlich während meines Schlafes mit mir gemacht habe.

Aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin" 19.02.2008 Weiter lesen

erotische-geschichtenWilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. - Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.

“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen

Die erste Geschichte der Reihe stehen in der Liste oben, neueste Liebesgeschichten stehen unten.

001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau
002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
027 - Lesbische Spiele
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
034 - Abschied von der Baronin
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
036 - Der Vorgeschmack der Freuden
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
038 - Die junge Hirtin mag es grob ...
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
047 - Das himmlische Balsam
048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!
049 - Freudenspiele im Bad
050 - Das geheime Verhältnis
051 - Unverhofft kommt oft!
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...

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