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047 - Das himmlische Balsam

Es war mir in der Tat leichter geworden, Ihnen alles Bisherige einzugestehen, als dasjenige, was nun folgt. Ich entsage dadurch dem schönen Vorrechte des Weibes, immer nur die Gewährende, halb Gezwungene zu sein. Aber es soll nun einmal Wahrheit zwischen uns sein, und was ich kaum den Mut haben würde, Ihnen mündlich zu sagen, soll deswegen nicht ungesagt bleiben.

Es war wohl nur natürlich, daß sich für so viel Liebenswürdigkeit und Hingebung meines Franzl mit der Zeit auch die Gegenseitigkeit einfand. Längst hatte ich gewünscht, dasselbe zu tun, was ich an jenem unvergeßlichen Tage von meiner Mutter gesehen, als sie meinen Vater zu wiederholtem Genüsse aufforderte und siehe da, die Sache machte sich wie von selbst. Erst die Hand mit schamhaft weggewendetem Auge, dann den Mund, erst nur oberflächlich küssend, dann nach und nach mehr, endlich das volle von Scheu und Schamhaftigkeit nicht mehr beschränkte Vergnügen. Ich weiß freilich nicht, was Männer fühlen, wenn sie jenen Gegenstand ihrer Begier liebkosen können. Darf ich aber nach dem schließen, was ich empfand, als ich jenes wunderbar gestaltete Werkzeug männlicher Kraft betrachten, liebkosen, drücken, es küssen, an ihm saugen und endlich zu überreichlichem Herausschießen des Lebenssaftes reizen konnte, so ist allerdings die Wollust des Mannes mächtig.

Ich hatte nun schon bei meinem Vater, bei meinem Cousin und dem Kutscher meiner Eltern gesehen, was ich jetzt berühren und betrachten konnte. Nun aber sollte ich seine ganze Kraft und Schönheit im vollsten Maße kennenlernen! Franzl war jünger als mein Vater, gesünder und kräftiger als mein Cousin und endlich zarter und zierlicher als jener rohe Bursche im Stalle, so also des Betrachtens und Versuchens kein Ende. Gewiß gibt es viele Frauen, die entweder aus wirklicher Schamhaftigkeit oder aus Ziererei nie das Vergnügen ganz kennenlernen. Viele Gründe wirken darauf ein. Vor allem der Charakter des Weibes, dann aber auch das Ungestüm des Mannes, das sich nicht gern mit den doch so süßen Vorspielen aufhält, sondern sofort zum höchsten Genüsse drängt. Es gehören eben günstige Umstände dazu; ein gegenseitiges Übereinstimmen, vollkommenes Ungestörtsein und tausend andere Dinge, die sich nicht lehren, sondern erfahren lassen. Mit meinem Franzl war es gewiß nur eine billige Entschädigung dafür, daß ich ihm standhaft den Eintritt versagte, daß ich ihm aus Berechnung das verschloß, was er sein Paradies nannte.

Er geriet gewöhnlich so außer sich, wenn er mich da geküßt, gesaugt und geschlürft hatte, wo er sich nie eines vollständigen Sieges erfreuen sollte, daß ich schon aus Mitleid hätte tun müssen, was ich aus Vergnügen tat. Es war aber weniger Genuß für mich, wenn ich ihn in höchster Aufregung durch wenige Bewegungen mit der Hand von der Fülle seiner Kraft durch Übersprudeln befreite, sondern, wenn ich ihn nach kurzer Erholung und sorgfältiger Abwaschung zum zweitenmale, nach und nach zu neuem Leben erwachen ließ, wenn ich dies Meisterstück der Natur aus vollständiger Kraftlosigkeit wieder erstarken sah. Wie das schwoll! Wie es sich färbte! Wie es drohte und doch mir nicht gefährlich war! Wie weich und willenlos gleich nach der Befriedigung! Wie starr und unbeugsam bei wiedererwachender Begierde! Wie entzückend endlich im Augenblicke des Überströmens! Sollte ich hier, wo ich alles sage, leugnen, daß ich endlich in einem wahren Taumel von Vergnügungen, wie von selbst den wunderbaren Nerv mit meinem Munde bedeckte, mich mit den Lippen fest an seine sammetne Spitze saugte und den ganzen Erguß im Innern meines Mundes aufnahm, ja nicht eher mit Saugen und Schlürfen aufhörte, bis ich fühlte, daß zuckend und bebend der letzte Tropfen dieses himmlischen Balsams herausgespritzt war.

Noch jetzt jagt mir das Blut durch die Adern, wenn ich daran denke und wahrlich, ich bereue auch noch jetzt nichts von alledem, was ich damals getan. Nur was ich später getan, hat mir Reue, bittere Reue eingetragen, obgleich ich es Ihrer uneigennützigen Freundschaft verdanke, daß diese Reue nicht mein ganzes übriges Leben vergiftete. An mir selbst habe ich es erlebt, daß man nicht immer ungestraft mit dem Feuer spielen darf und daß auch der festeste Vorsatz endlich von einem verräterischen Zucken der Nerven, einem geheimnisvollen Drange in unserem Innern überwältigt wird.

Es wäre traurig, wenn irgendein junges Mädchen bei dem Lesen dieser Briefe - denn ich kann ja nicht wissen, welchen Gebrauch Sie davon machen werden, obgleich ich die feste Überzeugung habe, daß es kein für mich unedler sein wird, - sich verführen ließe, in allen Stücken ebenso handeln zu wollen, alle Versuche ebenso zu wagen, wie ich es, von den Umständen begünstigt, getan habe. Wenn sie z.B. den Selbstgenuß öfters als höchstens einmal in der Woche treiben wollte, so wollüstig er auch ist, - körperliche Schwäche und Krankheiten würden unvermeidliche Folgen sein. Wenn sie sich dem vertrauten Umgang mit einer Freundin überließe, ohne vorher ihrer Verschwiegenheit und der Verhältnisse sicher zu sein, würde Plauderhaftigkeit die unangenehmsten Folgen herbeiführen können. Wenn sie einem jungen Manne, der sie nicht heiraten kann, Vertraulichkeiten gestattet und nicht genau wüßte, daß sie Herrin ihrer Sinne bleiben kann, so würde sie durch nur einen unbewachten Augenblick ihr ganzes übriges Leben vergiften! Deshalb ist auch die Lektüre wollüstiger oder schlüpfriger Bücher und das Beschauen obszöner Bilder so außerordentlich gefährlich für jedes junge Frauenzimmer!

Alle diese Bücher schildern die Sache selbst in den reizendsten, aufregendsten Formen, aber keine spricht von den Folgen, keine zeigt, was ein Mädchen alles auf das Spiel setzt, wenn es sich rücksichtslos einem Manne hingibt; keine malt die Reue, die Schande, den Verlust des guten Rufes, selbst die körperlichen Leiden, welche es treffen können. Deshalb ist die Ehe ein so vortreffliches, gar nicht genug zu verehrendes Institut, darum muß jeder vernünftige Mensch alles tun, um sie aufrecht zu erhalten, sie mit jeder Art von Achtung und Sicherheit zu umgeben. Ohne sie würde Sinnenlust die Menschheit zu wilden Tieren machen. Das ist meine feste Überzeugung, obgleich ich mich selbst noch nicht vermählt habe. Eine Künstlerin darf sich eben nicht binden. Sie kann nicht zugleich Hausfrau, Familienmutter und der Liebling des Publikums sein und ich fühle, daß ich eine gewissenhafte Gattin und eine zärtliche Mutter sein würde, - vorausgesetzt, daß mein Gatte mich so glücklich macht, wie ich es dann um ihn verdienen würde. Eben, weil ich weiß, von welcher außerordentlichen Wichtigkeit der geschlechtliche Lebensgenuß für alle menschlichen Verhältnisse ist, - weil ich mich durch Erfahrung und aufmerksame Beobachtung überzeugt habe, daß in diesem zarten und von jedem achtbaren Menschen geheim gehaltenen Mittelpunkte das ganze menschliche Leben zusammenläuft, - würde ich meinem Gatten in jeder Beziehung eine liebenswürdige und musterhafte Lebensgefährtin sein. Ich würde handeln, wie meine Mutter gehandelt hat, ich würde mich bestreben, meinem Gatten immer neu zu sein, ich würde auf alle seine Phantasien eingehen und doch ihm immer noch etwas zu wünschen übrig lassen, ich würde alles sein und nichts scheinen, worin ja doch eigentlich das ganze menschliche Leben besteht.

Aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin" 15.06.2008 Weiter lesen

erotische-geschichtenWilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. - Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.

“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen

Die erste Geschichte der Reihe stehen in der Liste oben, neueste Liebesgeschichten stehen unten.

001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau
002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
027 - Lesbische Spiele
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
034 - Abschied von der Baronin
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
036 - Der Vorgeschmack der Freuden
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
038 - Die junge Hirtin mag es grob ...
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...
041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!
049 - Freudenspiele im Bad
050 - Das geheime Verhältnis
051 - Unverhofft kommt oft!
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...

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