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048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!

Am Schluss meines letzten Briefs bin ich wider meinen Willen ernsthaft geworden! Das ist nun einmal eine Eigenheit meines Charakters. Immer sehe ich die Folgen der Dinge voraus, immer muß ich mir Rechenschaft von allen Eindrücken, Gefühlen und Erfahrungen geben. Selbst der heftigste Sinnenrausch hat diese Richtung meines Geistes nicht überwältigen können. Gerade heute komme ich zu einem Abschnitte in meinen Geständnissen, der Ihnen das beweisen wird.

Das Verhältnis mit meinem Franzl hatte seinen ungestörten Fortgang. Ich war stets vorsichtig, so daß meine Tante nicht das geringste merkte, ebenso blieben unsere Zusammenkünfte allen ein Geheimnis, die uns kannten und mit denen wir umgingen. Dabei hielt ich mit äußerster Strenge darauf, daß wir uns nie öfter als nur einmal in der Woche allein befanden, weil ich wohl fühlte, daß es sonst der Gesundheit und dem Wohlbefinden schädlich sein könne. Je mehr sich aber der Zeitpunkt näherte, wo ich zum ersten Male auftreten sollte, je zuversichtlicher wurde mein anfangs so ängstlicher Franzl. Er glaubte schon Rechte über mich gewonnen zu haben und wurde herrisch wie alle Männer, die sich ungestörten Besitzes bewußt sind. So hatten wir aber nicht gewettet! Kaum bemerkte ich das wiederholt, so stand auch mein Plan fest. Im Begriff, eine ganz besonders glänzende Karriere zu beginnen, sollte ich mich an einen unbedeutenden Menschen fesseln, den ich in jeder Beziehung übersah? Nimmermehr! Mit ihm brechen und in Unfrieden scheiden, das war gefährlich, denn wer hätte mir für seine Diskretion gestanden?

Das mußte geschickt gemacht werden, und es gelang mir, das Verhältnis so zu lösen, daß er noch jetzt glaubt, ich hätte ihn geheiratet, wenn der Zufall uns nicht getrennt hätte. Dieser Zufall war aber eine wohlangelegte, feine Intrige. Ich ließ meinen Gesanglehrer merken, daß sein Accompagnateur mich mit seinen Liebesanträgen verfolge und daß ich nicht abgeneigt sei, der glänzenden Laufbahn einer Künstlerin zu entsagen, um mich mit “einer Hütte und seinem Herzen” zu begnügen. Das genügte, um meinen Professor - der stolz darauf war, mich ausgebildet zu haben, und großen Vorteil für sich von meinem Auftreten erwartete - in Harnisch zu bringen. Natürlich beschwor ich ihn, meinen guten Franzl wegen seiner Liebe zu mir nicht unglücklich zu machen, weil ich sonst so viel weinen würde, daß gewiß meine Stimme sehr darunter leiden müsse. Auch das verfehlte seine Wirkung nicht; - kurz, Franzl bekam eine gute Anstellung in Pest beim dortigen Theater-Orchester; wir nahmen zärtlichen Abschied voneinander und ich war das Verhältnis mit ihm los, ohne daß ich etwas für meinen Ruf zu fürchten gehabt hätte.

Kurze Zeit nach unserer Trennung hatte ich mein erstes Debüt im Kärntner Thor-Theater. Mit welchem Glück und Erfolg, wissen Sie ja. - Ich schwamm in einem Meer von Wonne. Alle Welt kam mir entgegen, man drängte sich um mich; Applaus, Geld, Berühmtheit jagten sich aufeinander. Natürlich fehlte es auch an Courmachern, Enthusiasten und Liebhabern nicht. Der eine glaubte mit Gedichten, der andere mit kostbaren Geschenken zu seinem Ziel zu kommen. Aber ich hatte bisher schon scharf beobachtet und überzeugte mich durch Erfahrung, daß eine Künstlerin weder ihre Eitelkeit, noch ihre Gefühle, am wenigsten aber ihre Sinne sprechen lassen darf, wenn sie nicht alles aufs Spiel setzen will. So blieb ich denn scheinbar kalt und abweisend gegen alles, was sich mir näherte, und kam denn auch bald in den Ruf einer unnahbaren Tugend. Niemand ahnte gewiß, daß ich nach dem Verlust Franzls wieder zu meinen verschwiegenen Freuden am Sonnabend zurückkehrte und den Genuß des warmen Bades mit noch ganz anderen Genüssen würzte. Nie habe ich mich aber verführen lassen, es öfter als einmal in der Woche zu tun, wozu die Sinne mich nur zu lebhaft aufforderten, namentlich wenn ich eine gute Rolle gesungen und die Huldigungen von allen Seiten mich aufgeregt hatten. Da ich jetzt von tausend Augen beobachtet wurde, so war ich außerordentlich vorsichtig in meinem Umgang, die Tante mußte mich auf Schritt und Tritt begleiten und niemand konnte mir das geringste nachsagen.

Aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin" 18.07.2008 Weiter lesen

erotische-geschichtenWilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. - Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.

“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen

Die erste Geschichte der Reihe stehen in der Liste oben, neueste Liebesgeschichten stehen unten.

001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau
002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
027 - Lesbische Spiele
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
034 - Abschied von der Baronin
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
036 - Der Vorgeschmack der Freuden
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
038 - Die junge Hirtin mag es grob ...
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...
041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
047 - Das himmlische Balsam
049 - Freudenspiele im Bad
050 - Das geheime Verhältnis
051 - Unverhofft kommt oft!
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...

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