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049 - Freudenspiele im Bad

Das dauerte während des ganzen Winters. Ich war in Gehalt getreten und hatte mich zwar nicht glänzend, aber doch sehr behaglich eingerichtet, wurde in die beste Gesellschaft eingeführt und fühlte mich durchaus glücklich. Nur hin und wieder dachte ich mit Bedauern daran, daß ich meinen Franzl verloren; denn alles, was ich allein genoß, ließ doch immer nur den Wunsch nach einer vollständigeren Befriedigung zurück. Dafür sollte ein glückliches Zusammentreffen von Umständen während des Sommers Entschädigung bringen.

Ich war in das Haus eines reichen Wiener Bankiers eingeführt worden und erhielt von der Frau desselben Beweise der aufrichtigsten Freundschaft. Ihr Mann hatte sich mir zu nähern gesucht in der Hoffnung, durch seinen Reichtum leichtes Spiel bei einer Theaterprinzessin zu haben. Als er wie alle anderen kühl abgewiesen wurde, glaubte er vielleicht leichteren, unverdächtigeren Zugang zu gewinnen, wenn er mich in sein Haus einführte. So wurde ich der fast tägliche Gast in jenem Hause, wies die fortgesetzten Nachstellungen des Mannes ab und gewann nach und nach, vielleicht gerade dadurch, die Freundschaft der Frau, die ich auf geschickte Art erkennen ließ, daß er vergebens bei mir schmachte. Rudolphine, so war der Vorname meiner Freundin, war 27 Jahre alt, eine reizende Brünette von den weichsten weiblichen Formen, ungemein lebhaft und feurig in allem, was sie tat, aber kinderlos geblieben und ihrem Manne, von dessen Nebenwegen sie wußte, ziemlich fremd geworden.

Beide behandelten sich achtungsvoll, versagten sich auch die ehelichen Freuden nicht, aber die Ehe war dessen ungeachtet keine vertrauliche, gegenseitig hingebende. Wahrscheinlich wußte ihr Mann so wenig als ich, daß sie eine außerordentlich begehrliche Natur hatte, denn mit großer Geschicklichkeit wußte sie das zu verbergen. Ich sollte aber bald genug die überzeugendsten Beweise von ihren Neigungen erhalten. Mit dem Eintritt des warmen Wetters zog sie auf eine reizende Villa in Baden, wo der Mann sie regelmäßig an Sonntagen und sonst wenn es seine Geschäfte erlaubten, besuchte, dann wohl auch einige seiner Freunde mitbrachte. Dahin lud Rudolphine mich ein, als die Opernvorstellungen aufhörten, und die Erholung auf dem Lande war mir sehr willkommen. Bis dahin war zwischen uns von Musik, Toilette und Kunst die Rede gewesen; nun aber gewannen unsere Unterhaltungen sehr bald einen anderen Charakter.

Das Thema der Liebeleien ihres Mannes führte zu solchen Gegenständen überhaupt, und ich merkte rasch genug, daß sie die Flatterhaftigkeiten ihres Mannes nach den Entbehrungen maß, die er ihr dadurch auferlegte. Ihre Klagen wurden so deutlich, und sie machte so wenig Hehl aus dem Gegenstande derselben, daß ich mir sofort vornahm, die Rolle einer ganz Unschuldigen, ja bis zum Exzeß Unerfahrenen bei ihr zu spielen. Ganz richtig hatte ich damit ihre und aller jungen Frauen schwache Seite getroffen. Denn nun fing sie sogleich an, mich zu belehren, und je unwissender ich mich stellte, je unglaublicher mir alles vorkam, was sie mir begreiflich zu machen suchte, je eifriger wurde sie, je mehr gingen die Lippen über, wovon das Herz voll war. Es machte ihr das größte Vergnügen, mich über alle möglichen Dinge aufzuklären, von denen ich schon mehr als zu viel wußte.

Ich kam anscheinend aus dem Erstaunen gar nicht heraus, und sie erstaunte wirklich, bei einer jungen Künstlerin, die mit so viel Feuer spielte, eine solche Unwissenheit zu finden. Schon am vierten Tage meines Aufenthaltes dort nahmen wir ein Bad zusammen, und da konnte es denn nicht fehlen, daß der Unterricht auch seine praktische Seite annahm. Je unbehilflicher und schamhafter ich mich stellte, je mehr Vergnügen schien es ihr zu machen, eine Novizin einzuweihen. Je mehr ich mich zierte, je mehr kam sie ins Feuer, und da sie bei hellem Tageslichte und im Bad doch zu weiter nichts kam, als zum Kitzeln, Lachen und Scherzen, so sah ich voraus, daß sie ihren ganzen Scharfsinn anwenden würde, um mich eine Nacht mit ihr zubringen zu lassen. Die Erinnerung an jene erste Unterrichtsnacht im Bette Margueritens kam mit solcher Gewalt über mich - denn Rudolphine hatte einen reizenden Körper und schien außerordentlich reizbar - daß ich ihrem Wunsche mit größter Unbefangenheit auf halbem Wege entgegenkam, was sie abermals für vollendete Unschuld nahm.

Sie glaubte mich zu unterrichten und ich führte sie am Gängelbande. Ihr Schlafzimmer war das reizendste, was man nur sehen konnte, denn es war mit allem Luxus, den einer der ersten Bankiers von Wien nur erdenken konnte, und mit allem Raffinement eines Bräutigams für die Brautnacht ausgestattet.

Rudolphine war hier zur Frau gemacht worden und erzählte mir, der wißbegierigen Unschuld, haarklein und ausführlich ihre Erfahrungen und Empfindungen, als die Blume ihrer Jungfräulichkeit gebrochen wurde. Da sie gar kein Hehl daraus machte, daß sie jetzt von sehr wollüstigem Temperament sei, so konnte ich ihr glauben, als sie versicherte, bis einige Monate nach ihrer zweiten Entbindung durchaus kein Vergnügen bei den damals sehr häufigen Umarmungen ihres Mannes empfunden zu haben und daß dies erst nach und nach erwacht sei. So unwahrscheinlich mir dies anfangs schien, da ich ja selbst so früh ein außerordentlich reizbares Temperament gehabt, so unbedingt bin ich doch von der Wahrheit überzeugt. Die Schuld soll häufig der Mann tragen, wenn er zu rasch nach dem Eindringen endet und es nicht versteht, die Sinnlichkeit der Frau aufzuregen oder sie auf halbem Wege zurückläßt.

Aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin" 04.08.2008 Weiter lesen

erotische-geschichtenWilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. - Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.

“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen

Die erste Geschichte der Reihe stehen in der Liste oben, neueste Liebesgeschichten stehen unten.

001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau
002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
027 - Lesbische Spiele
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
034 - Abschied von der Baronin
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
036 - Der Vorgeschmack der Freuden
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
038 - Die junge Hirtin mag es grob ...
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...
041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
047 - Das himmlische Balsam
048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!
050 - Das geheime Verhältnis
051 - Unverhofft kommt oft!
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...

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