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050 - Das geheime Verhältnis

Jedenfalls war Rudolphine für die anfänglichen Entbehrungen entschädigt worden, denn sie war in der Tat ein ebenso reizendes als begehrliches Weib, welches jetzt mit Unwillen die Vernachlässigung ihres Mannes ertrug. Ich erzählte Ihnen nichts von den Scherzen und Vertraulichkeiten, welche wir beide bei unserem Zusammenschlafen in ihrem breiten englischen Bette genossen. Sie waren äußerst schwelgerisch und besonders im Kusse und Aneinanderschmiegen der nackten Körper war Rudolphine unersättlich. Sie konnte beides stundenlang genießen und ahnte nicht, daß mir selbst das noch zu kurz war, weil ich immer nur zu dulden, nachzugeben und schamhaft zu erwidern schien.

Das Verhältnis sollte sich bald noch sehr viel interessanter gestalten, denn Rudolphine wußte sich in der Stille für die Flatterhaftigkeiten ihres Mannes schadlos zu halten. Dicht neben ihrer Villa wohnte ein italienischer Fürst, der in Wien lebte und seine Geldgeschäfte durch den Mann Rudolphinens betreiben ließ. Sein großer Reichtum machte den Bankier zum gehorsamen Diener des Italieners, der schon hoch in den Dreißigern, äußerlich ein sehr ernster, stolzer und wissenschaftlich gebildeter Mann schien, innerlich aber von der heftigsten Sinnlichkeit beherrscht wurde und dafür von der Natur mit einer außerordentlichen Körperkraft ausgerüstet war. Dabei war er der vollendetste Egoist, der mir je vorgekommen.

Er kannte nur ein Ziel: den Genuß in jeder Gestalt, nur ein Gesetz: mit unglaublicher Schlauheit vor den Folgen bei allen seinen Genüssen sich zu bewahren. Ich sollte diesen merkwürdigen Menschen sehr genau kennenlernen, freue mich aber heute noch darüber, daß er an mir seine Meisterin gefunden. Obgleich der Fürst öfter zum Diner oder Tee erschien, wenn Rudolphinens Mann auf der Villa uns besuchte, so hatte ich doch nicht die geringste Ahnung, daß er mit ihr in dem vertrautesten Verhältnis lebte, so vollkommen wußte er sich zu beherrschen. Nur der Zufall machte mich zur Mitwisserin, denn auch Rudolphine hütete sich wohl, mich ins Vertrauen zu ziehen. Die Gärten der beiden Villen stießen ebenso dicht aneinander als die Häuser, und ich bemerkte einst, als ich im Garten hinter einer Hecke Blumen pflückte, daß Rudolphine an einer Ecke des Scheidezaunes ein kleines Papier hervorzog, schnell in ihrem Busen verbarg und dann in ihr Zimmer ging. Da ich eine kleine Intrige vermutete, schlich ich ihr nach, sah durchs Fenster, daß sie eifrig ein kleines Billet las, es dann sogleich mit einem Schwefelholz verbrannte und sich an den Schreibtisch setzte, um wahrscheinlich eine Antwort zu schreiben. Um sie sicher zu machen, eilte ich in mein Zimmer, sang laut, als ob ich studierte, setzte mich aber so, daß ich durch das Fenster die Stelle beobachten konnte, wo sie das Papier hervorgezogen. Meine Vermutung hatte mich denn auch nicht getäuscht. Bald darauf erschien Rudolphine im Garten, ging möglichst unbefangen am Zaune entlang, spielte mit den Blättern und machte das Verbergen der Antwort so geschickt, daß ich selbst es nicht bemerken konnte, die Stelle aber desto sorgfältiger im Auge behielt, wo sie sich am längsten aufgehalten. Kaum war sie wieder in ihrem Zimmer angelangt und kaum hatte ich die Überzeugung gewonnen, daß ein Besuch aus Wien sie fesselte, als ich auch schon im Garten war und mit leichter Mühe das hinter Blättern in eine Zaunspalte eingeklemmte Papier entdeckte. In

“Heute nicht, Pauline schläft bei mir. Morgen schaffe ich sie mir vom Halse, weil ich ihr sagen werde, daß ich unwohl bin. Für dich bin ich es aber nicht. Also morgen wie gewöhnlich um 11 Uhr.”

Das Billet war in italienischer Sprache und mit sehr verstellten Schriftzügen geschrieben. Daß ich sofort alles durchschaute, werden Sie mir gewiß glauben. Mein Plan stand bald fest. Ich steckte das Papier nicht wieder an seinen Ort; dann kam der Fürst diese Nacht und überraschte uns beide im Bette. Ich, die Unschuldige, kam so in den Besitz ihres Geheimnisses, und ich sah voraus, daß ich auch nicht leer dabei ausgehen würde.

Aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin" 12.08.2008 Weiter lesen

erotische-geschichtenWilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. - Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.

“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen

Die erste Geschichte der Reihe stehen in der Liste oben, neueste Liebesgeschichten stehen unten.

001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau
002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
027 - Lesbische Spiele
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
034 - Abschied von der Baronin
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
036 - Der Vorgeschmack der Freuden
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
038 - Die junge Hirtin mag es grob ...
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...
041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
047 - Das himmlische Balsam
048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!
049 - Freudenspiele im Bad
051 - Unverhofft kommt oft!
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...

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