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051 - Unverhofft kommt oft!

Wie der Fürst in das Schlafzimmer Rudolphinens gelangen sollte, davon hatte ich allerdings noch keinen Begriff. Wir hatten schon beim Frühstück verabredet, daß wir diese Nacht wieder zusammen schlafen würden, da sie die Zeit ihres Unwohlseins herannahen fühle.

Die Schlaue glaubte mich zu täuschen und ich hatte sie längst in meinen Banden. Vor der Hand kam es nur darauf an, sie bis um 11 Uhr zum Einschlafen zu bringen, damit sie nicht im Augenblick seines Erscheinens noch ein Mittel fände, die Überraschung zu verhindern. Ich trieb daher schon früh zum Zubettgehen und war heute so ausgelassen, liebkoste sie so zärtlich und unaufhörlich, daß sie endlich vor Mattigkeit einschlief.

Brust an Brust gedrückt, ihre Schenkel zwischen den meinigen, die Hände gegenseitig an der Quelle des Vergnügens, so lag sie schlafend und ich um so wacher und gespannter da. Das Nachtlicht hatte ich ausgelöscht und lauschte nun gespannt, ob meine List auch gelingen würde. Plötzlich hörte ich im Alkoven, der zur Garderobe diente, ein leises Knarren der Dielen, ein Schlurren wie von vorsichtigen Schritten, dann öffnete sich die Tür, ich hörte Atmen, ein Ablegen der Kleider, es näherte sich dem Bett auf der Seite, wo Rudolphine lag, und nun war ich meiner Sache gewiß.

Natürlich schlief ich nun anscheinend um so fester. Der Fürst, denn in der Tat war es der Fürst, hob die Decke und legte sich neben Rudolphinen, die augenblicklich erschreckt erwachte und die ich am ganzen Leibe zittern fühlte. Jetzt erfolgte die Katastrophe. Er wollte sofort den oft bestiegenen Thron einnehmen, sie wehrte ihn ab und flüsterte ihm zu, ob er denn ihre Antwort nicht erhalten habe? Da, wo er hin wollte, faßte er meine Hand und meinen Schenkel. Nun schrie ich auf, wußte mich nicht zu fassen, zitterte und bebte, schmiegte mich an Rudolphinen und hatte meine Freude an dem entsetzlichen Schreck, den sie und der Fürst durch meinen Schrei bekommen haben mußten. Der Fürst hatte sich zu einem italienischen Fluch bei der Entdeckung hinreißen lassen und Rudolphine kam übel an, als sie mir beim Erkennen ihrer Lage weiß machen wollte, es wäre ihr Mann, der sie unerwartet besuche. Ganz aufgelöst machte ich ihr Vorwürfe, da ich ja die Stimme des Fürsten erkannt hätte, meine Jugend und meine Schamhaftigkeit einer so fürchterlichen Szene preiszugeben.

Rudolphine verlor ihre ganze Geistesgegenwart und wußte nicht, was sie sagen, wie sie sich benehmen sollte. Der Fürst aber, als vollendeter Galanthomme, übersah sehr bald, daß nun nichts mehr zu verlieren, aber jedenfalls ein erhöhter Reiz für ihn zu gewinnen sei. Das hatte ich von ihm erwartet, ja gerade darauf meine Berechnung gegründet. Mit liebenswürdigen Scherzworten, die dem sonderbaren Abenteuer gleich die Spitze abbrachen, eilte er erst zu den Türen des Schlafzimmers, zog die Schlüssel aus und legte sich dann so in das Bett, daß Rudolphine zwischen uns lag.

Nun erfolgten Entschuldigungen, Explikationen, Vorwürfe, die indessen zu nichts weiter als der Überzeugung führten, daß sich nun einmal nichts an der Sache ändern lasse und daß wir alle drei verschwiegen sein müßten, wenn nicht jeder von uns die unangenehmsten Folgen von diesem Zusammentreffen unerklärlicher Zufälle haben wolle. Mit jedem Worte des Fürsten wurde Rudolphine zutraulicher und mutiger, und ich führte sie durch abgebrochene Klagen und schluchzende Vorwürfe darauf hin, daß sie eigentlich gar nichts Besseres tun könne, als mich zur Teilnehmerin, also zur Mitschuldigen ihres verbotenen Verhältnisses zu machen. Sie sehen, Marguerite hatte mir nicht umsonst von ihrem Abenteuer in Genf erzählt. In der Hauptsache war es mit mir in Baden dasselbe und doch wie verschieden, da der Fürst ebenso gut wie Rudolphine nicht ahnte, daß sie nur die Marionetten in meiner Hand waren!
 
Rudolphine machte nunmehr kein Hehl gegen mich mit ihrem schon längst vertrauten Verhältnisse zum Fürsten, sondern weihte ihn auch in alles ein, was sie mit mir getrieben und was ich, die kleine Unschuldige, mit mir hatte treiben lassen, ja wie ich vor Neugierde brenne, über gewisse Dinge recht genau unterrichtet zu werden. Ich merkte, wie diese Schilderung den Fürsten in Feuer und Flammen setzte, und je fester ich Rudolphinen den Mund zuhielt, je lebendiger wurde sie in der Schilderung meiner Neugierde, meiner nur von der Scham zurückgehaltenen Sinnlichkeit und meiner verborgenen Schönheiten. Ich merkte auch, daß der Fürst nicht müßig blieb, denn ich fühlte, wie er seine Schenkel zwischen die Schenkel Rudolphinens drängte und so, ohne sich auf sie zu legen, von der Seite zu seinem Ziele zu kommen suchte, denn seine Beine berührten dabei hin und wieder die meinigen. Während ich schluchzte und dabei vor Neugierde hätte vergehen mögen, sprach Rudolphine immer weiter, aber bei jeder Bewegung, die der Fürst machte, abgebrochener, dann fing auch sie an, sich zu bewegen und suchte in der beginnenden Exstase mit ihrer Hand auch mich an ihrem Vergnügen teilnehmen zu lassen, was ich auch gar nicht hinderte, sondern scheinbar bewußt mir gefallen ließ. Plötzlich bemerkte ich aber, daß sich auch eine andere Hand dahin verirrte, wo Rudolphine schon beschäftigt war.

Das durfte ich nicht leiden, wenn ich meiner Rolle treu bleiben wollte. Ich wendete mich daher entrüstet nach der Wand um, und, da auch Rudolphine ihre Hand zurückzog, nachdem sie der Hand ihres Liebhabers auf diesem verbotenen Pfade begegnet war, so war ich mir selbst überlassen und mußte möglichst unbemerkt das selbst erledigen, was meine Bettgenossen bei mir begonnen.

Kaum hatte ich aber den Rücken gewandt, als jene Beiden durch den steigenden Genuß jede Scheu und Rücksicht zu verlieren schienen. Der Fürst stürzte sich unter den zärtlichsten Liebesworten über Rudolphinen hin, die ihre Schenkel weit auseinanderspreizte und vor Wollust tief aufseufzend nun den lieben Gast in einer natürlichen Lage empfing. Ich fühlte jeden Stoß an der Erschütterung des Bettes und war auf jeden neidisch. Obgleich ich nichts sehen konnte, so stand doch das Bild deutlich vor meinen Augen und entflammte mich so heftig, daß in dem Augenblicke, wo beide seufzend, tiefaufatmend und zuckend in einander überflössen, auch bei mir ein brennend heißer Strom in ganz ungewöhnlicher Fülle hervorschoß und mich fast sinnlos machte.

Aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin" 27.08.2008 Weiter lesen

erotische-geschichtenWilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. - Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.

“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen

Die erste Geschichte der Reihe stehen in der Liste oben, neueste Liebesgeschichten stehen unten.

001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau
002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
027 - Lesbische Spiele
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
034 - Abschied von der Baronin
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
036 - Der Vorgeschmack der Freuden
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
038 - Die junge Hirtin mag es grob ...
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...
041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
047 - Das himmlische Balsam
048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!
049 - Freudenspiele im Bad
050 - Das geheime Verhältnis
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...

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