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040 - Er bückte sich, um mir unter den Rock zu sehen ...

Über die etwas zu lebhaft gewordene Schilderung am Ende meines vorigen Briefes bin ich nicht zu dem gekommen, was ich eigentlich für Sie aufzeichnen wollte. Die Erinnerung an die geheimen Freuden, welche ich mir damals in der Blüte meines Mädchenlebens zu verschaffen wußte, wand mir die Feder aus der Hand und wies dieser eine ganz andere Beschäftigung an, die auch spät, in meinen reiferen Jahren, ihren Reiz für mich noch nicht verloren hat und zu der ich bei meinem leider gerechtfertigten Mißtrauen gegen alle Männer, hin und wieder meine Zuflucht nehmen muß. Ich sagte Ihnen, daß mein nächstes Geständnis mir schwer fallen würde, und obgleich ich Ihnen schon das so ziemlich auf das Entschiedenste gestanden, so gehört doch wirklich ein Entschluß dazu, auch in dem Folgenden aufrichtig zu sein. Ich habe Ihnen gesagt, daß ich von allem, was ich zur Befriedigung meiner Sinnlichkeit getan, nichts bereue - ausgenommen meine zu vertrauende Hingebung an jenen gewissenlosen Menschen, der mich, ohne Ihren Beistand, ganz unglücklich gemacht haben würde. - Und so bereue ich es denn auch nicht, was ich damals in Wien gegen Ende meiner Gesangstunden getan.

Als ich nämlich so weit vorgeschritten war, daß ich Rollen einstudierte, bedurfte ich dazu eines Accompagnateurs, der am Klavier saß, während ich im Zimmer umhergehend und den Gesang mit Gesten begleitend, studierte. Mein Lehrer empfahl mir einen jungen Musiker, der in einem geistlichen Institute erzogen, vorzugsweise sich nur mit Kirchenmusik beschäftigte und nebenbei seinen Lebensunterhalt mit Stundengeben erwarb. Er war ein außerordentlich schüchterner junger Mann, nicht besonders hübsch, aber wohl gebildet, sehr reinlich und sauber in seiner Toilette, wahrscheinlich eine Folge seiner Erziehung im geistlichen Institute. Da er der einzige junge Mann war, der unser Haus regelmäßig, allerdings nur während der Studierstunden besuchen durfte, so war es sehr natürlich, daß sich bald eine gewisse Vertraulichkeit zwischen uns herausstellte, die aber mehr von seiner Seite, als von der meinigen im Anfange vermieden wurde, denn er blieb schüchtern und ängstlich und getraute sich fast nie mich anzusehen. Sie kennen meinen Mutwillen und Unternehmungsgeist, und schon damals besaß ich denselben in hohem Grade. Es machte mir Spaß, ihn in mich verliebt zu machen, und das wurde mir nicht schwer. Es gibt keine bessere Verführerin und Gelegenheitsmacherin als die Musik, und da mein Talent bei diesen Studien mit merkwürdiger Kraft hervorbrach, so bemerkte ich recht gut, wie er nach und nach Feuer und Flamme wurde. Da ich ihn nicht liebte, - o nein! dieses mächtige Gefühl sollte ich erst später kennenlernen, - so hatte ich ein besonderes Vergnügen daran, zu beobachten, welche Wirkung es auf einen durchaus noch unverdorbenen, moralisch wie physisch unschuldigen Menschen hervorbrachte.

Es war ein grausames Spiel von meiner Seite, und eben weil ich jetzt einsehe, daß es dies war, wird es mir schwer, zu erzählen, was daraus wurde. Ich war nun nach und nach durch alles, was ich gesehen, erfahren und selbst versucht, so neugierig geworden, auch mehr zu erfahren, daß ich mit meinem kleinen Frauenzimmerverstande zu Rate ging, wie ich den Franzl - so war der Name des jungen Musikers - zu mehr und Entscheidenderem bei meinen Koloraturen bringen könne als Seufzen und Schmachten. Wenn aber ein Frauenzimmer erst nach Mitteln sucht, so sind sie auch bald gefunden. An zwei Tagen in der Woche besuchte meine alte Verwandte vormittags den Markt, um selbst Einkaufe für die Wirtschaft zu machen, und zwar zu jener Zeit, wo ich meine Gesangsstudien machte. Die Aufwärterin öffnete dann, meldete ihn aber nicht an, denn sie wußte ja, daß sein Kommen verabredet war. Darauf wurde nun mein Plan gebaut. Wie zufällig erzählte ich dem schüchternen Franzl, wie ich oft so wenig Schlaf des Nachts hätte, daß ich morgens nach dem Frühstück manchmal vom Schlafe überwältigt würde und dann so fest einschliefe, daß nur heftiges Rütteln mich aufzuwecken imstande sei.

Als er dies wußte, lag ich das nächste Mal in gut gewählter Stellung auf dem Sofa und schlief, als Franzl pünktlich wie immer mit dem Glockenschlag 10 Uhr eintrat. Den einen Fuß hatte ich so hoch angezogen, das Fichu war mir, wie sich das von selbst versteht, von Nacken und Busen gefallen und den Arm hatte ich so über die Augen gelegt, daß ich unter ihm hinweg alles sehen konnte, was Franzl alles machen würde. Mit klopfendem Herzen, aber auch einem inneren Vergnügen über meine so gut angelegte List, hörte ich ihn kommen; die Küchentür schloß sich und gleich darauf trat er ins Zimmer. Erstarrt und wie versteinert blieb er an der Türe stehen, sein Gesicht rötete sich, seine Augen bekamen einen wunderbaren Glanz und er verschlang mich fast mit seinen Blicken. An der eigentlich kritischen Stelle zeigte sich die Wirkung dieses unvermuteten Anblickes in so unzweideutiger Weise, selbst unter den Beinkleidern, daß mir fast Angst wurde, nun doch ganz allein mit ihm und also gewissermaßen seiner Willkür preisgegeben zu sein. Erst räusperte er sich leise, dann etwas lauter, um mich zu erwecken, als das nichts half, und ich erschrecklich fest weiter schlief, näherte er sich dem Sofa und versuchte, in dem er sich so tief als möglich niederbückte, mir unter den Rock zu sehen. Ich hatte mir zwar vorher alles sorgfältig zurechtgelegt, damit er auch wirklich sehen könnte, aber es mußte sich doch wohl etwas an den Beinkleidern verschoben haben, denn später hat mir Franzl oft genug gesagt, daß er wohl die Schenkel, aber nichts weiter habe sehen können. Ich sah jede seiner Bewegungen und war fest entschlossen, so lange als möglich weiter zu schlafen. Wieder räusperte er sich, hustete und schurrte mit dem Stuhle, – ich schlief! Dann sah er mir so tief als möglich in den Busen, versuchte wieder unter den Rock zu sehen, - ich schlief!

Plötzlich ging er aus dem Zimmer, entweder um fortzugehen oder mich durch die Aufwärterin wecken zu lassen. Der dumme, unentschlossene Mensch! dachte ich bei mir und ärgerte mich, daß all meine List vergebens gewesen sein sollte. Nachher erfuhr ich, daß er wirklich die Aufwärterin hatte herbeiholen wollen, sie aber nicht gefunden hatte. Nach einigen Minuten kam er wieder herein und stand nun noch unentschlossener vor meinem Sofa als vorher. Noch einmal versuchte er durch alle möglichen Geräusche, mich zu erwecken, natürlich vergebens, denn nun wollte ich einmal meinen Willen haben. Er war offenbar in einer fieberhaften Aufregung und kämpfte mit sich, was er tun solle. Ich hätte aber nicht Margueritens Unterricht genossen und nicht die »Félicie« gelesen haben müssen, um nicht zu wissen, daß solchem Anblick und solcher Gelegenheit kein Mann auf die Dauer widerstehen kann.

Aus der Reihe "Memoiren einer Sängerin" 12.02.2008 Weiter lesen

erotische-geschichtenWilhemine Schröder-Devrient schrieb obige erotische Geschichte. - Eine der größten Gesangstragödinnen auf deutschen Bühnen des 19. Jahrhunderts. Eine schöne, selbstbewusste Frau, die ihren Weg in einer Welt machte, in der Männer das Wirtschafts- und Kulturleben bestimmten. Bis heute verstummen die Gerüchte nicht, dass sie zugleich die Autorin eines äußerst erotischen Erfolgsromans war. Ein Porträt der Autorin.

“Ich wollte den Männern auf den Grund gehen” - Was bleibt vom Jahr 1868? Man stutzt. Überlegt. Schweigt. Wenig hat die Zeit überdauert, wenn man zurückblickt. Aber drei Dinge sind es denn doch, die bleiben. Die Ironie dabei: Was damals gefeiert wurde, ist heute vergessen. Und was 1868 nicht beachtet wurde, veränderte die Welt: Eine kurze Einführung in den Roman "Memoiren einer Sängerin".

erotische geschichten

Die Erotik-Reihe "Memoiren einer Sängerin" - alle bisherigen Folgen

Die erste Geschichte der Reihe stehen in der Liste oben, neueste Liebesgeschichten stehen unten.

001 - Intime Memoiren einer erfahrenen Frau
002 - Keine weiteren Briefe ohne Gegenleistung
003 - Eine Pubertierende entdeckt ihren Körper
004 - Die Hand im Schoß einer 14-Jährigen
005 - Der Teenie versteckt sich im Schlafzimmer der Eltern ...
006 - Entdeckungen eines jungen Mädchens im Schlafzimmer der Eltern
007 - Vater hielt Mutters weit geöffneten Schenkel auseinander
008 - Das Glied in der Hand meines Vaters
009 - “Bis zum Herzen spürte ich deinen heißen Strahl”
010 - Vater war vollständig befriedigt - Mutter aber noch nicht
011 - “Jetzt! Jetzt! Ich spritze! Himmlisch!”
012 - Verwirrung der Gefühle
013 - Gedankenspiele eines jungen Mädchens
014 - Loch-Beobachtungen
016 - Als die Erzieherin glaubte, allein zu sein ...
017 - Der Stab, die Milch und die Lust
018 - Zwischen meinen Schenkeln prickelte und juckte es
019 - “Ich beobachtete, was mein Cousin auf der Toilette trieb”
020 - “Ich stieg zu ihr ins Bett”
021 - Eine wundersame Wärme ergoss sich über meinen Körper
022 - Nichts Schöneres gibt es auf Erden ...
023 - Das wunderbare Glied in seiner Kraft und Herrlichkeit
024 - Entjungferung
025 - Und das alles schon mit 14 Jahren!
026 - Frau Baronin möchte frisiert werden
027 - Lesbische Spiele
028 - Die sonderbar geformte Blase
029 - Des Doktor Condoms liebreizende Erfindung
030 - Nächtliche Entdeckungen
031 - Der Graf: Unzweifelhaft im Besitz des entscheidenden Punktes ...
032 - Die Sex-Intrige
033 - Sexspiele zu dritt
034 - Abschied von der Baronin
035 - Der eine Augenblick der Unachtsamkeit ...
036 - Der Vorgeschmack der Freuden
037 - Ein Mädchen von 16 Jahren
038 - Die junge Hirtin mag es grob ...
039 - Lüsterne Spiele in der Badewanne
041 - Herrlich schüchtern war der junge Mann ...
042 - Er war so herrlich unerfahren ...
043 - Meine Tante lässt sich lecken - von ihrem Hund
044 - Sie macht es dem Hund, bis er spritzt
045 - Sex mit Tieren
046 - Seine Küsse auf der Spalte ...
047 - Das himmlische Balsam
048 - Mit einer geschickten Intrige verlässt sie den Liebhaber!
049 - Freudenspiele im Bad
050 - Das geheime Verhältnis
051 - Unverhofft kommt oft!
052 - Sex zu dritt - ganz überraschend ...

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