Moderne Liebesgeschichten: jeden Tag neue moderne Liebesgeschichten, immer kostenlos, immer erotisch und geheimnisvoll.
Liebesgeschichten: mal züchtig, mal zünftig und zotig. Moderne Autoren nehmen kein Blatt vor den Mund. Wer glaubt, sie seien obszön, hat nicht gelesen. Gefühl, Geschmack - und eine große Portion Nachdenklichkeit stecken in den Liebesgeschichten. Wobei in dieser Sektion gilt: In der Kürze liegt die Würze.
Wenn die Liebe erwacht
Der Morgen danach. Das kann ein böses Erwachen geben. Oder der Beginn einer großen Liebe sein.
Es ist schon hell draußen. Ich habe keine Ahnung, wie spät es ist, ist auch nicht wichtig. Ich drehe mich zur Seite. Da liegst du neben mir und schläfst wie ein Baby, atmest ganz ruhig. Es war eine wunderbare Nacht. Wir haben uns geliebt, wieder und wieder, unsere Körper ineinander verschlungen. Ich liebe Dich.
Vorsichtig ziehe ich die Decke von deinem Körper. Sanft streichele ich dich, streichele deinen Körper, darauf bedacht, dass du nicht erwachst. Ich rutsche näher zu dir und küsse deinen Hals, deine Schultern, deine Arme, deine Brust. Sanft berühren meine Lippen deine Brustwarzen. Meine Zunge umkreist sie. Ein Seufzen von dir. Ich halte inne. Schlaf weiter, mein Liebling, und träume.
Ruhig atmest du weiter. Ich küsse dich vorsichtig. Meine Lippen streicheln an deinem Körper entlang. Du schmeckst nach letzter Nacht.
Alles riecht nach uns. Behutsam richte ich mich auf, meine Haare kitzeln dich, du hast Gänsehaut. Ich ertaste deinen Körper, zärtlich und langsam. Deine Haut ist weich und zart. Ich beobachte deinen Bauch, der sich hebt und senkt. Dein Atmen wird etwas schneller. Wieder halte ich inne, bis ich sicher bin, dass du wieder tief und fest schläfst. Langsam bewege ich mich weiter nach unten. Meine Lippen, meine Zunge spielen mit den Härchen auf deiner Haut. - Hier. Hier hab ich einen Punkt entdeckt, hier bist du ganz empfindlich.
Ich küsse dich vorsichtig, sanft, zärtlich in der Leiste. Bei jeder Berührung ein kurzes Zucken von dir. Du schläfst immer noch. Nur ein Teil von dir ist aufgewacht. Langsam richtet er sich auf, langsam wächst er an. Ich streichele ihn vorsichtig mit meinen Fingern, ganz sanft, ganz behutsam. Er ist so weich. Ich küsse ihn. Die Haut spannt sich. Liebevoll umkreist meine Zunge dieses Wesen. Merke, wie dieses lüsterne Gefühl in mir aufsteigt. Dieses Gefühl, Dich besitzen zu wollen, dich zu lieben, bis in die Unendlichkeit. Dein Atem wird schneller. Nein, mein Liebling, das ist kein Traum. Er legt sich selbst frei und gibt alles preis, was er zu bieten hat. Meine Zunge umkreist ihn vorsichtig.
Da, jetzt öffnest du langsam die Augen. Du siehst mich kurz an, lächelst und schließt sie dann wieder. Du streckst dich, streckst dich mir entgegen, als wolltest du mich zum Weitermachen animieren.
Ich genieße deine Anspannung. Dein Körper beginnt zu beben, du zitterst. Langsam streckst du mir deine Arme entgegen.
Nein, mein Schatz. Noch nicht. Ich möchte noch mehr. Möchte, dass du mich bittest, flehst. Schneller bewege ich meinen Kopf, kräftiger wird der Druck.
Dein ganzer Körper ist jetzt angespannt. Ich kann die Muskeln spüren unter mir. Wieder deine Arme, die versuchen, mich zu dir zu ziehen. Ich halte dich. Du stöhnst laut auf. Langsam krieche ich hoch zu dir. Ich küsse deinen Bauch, deinen Nabel, deine Brust, deinen Hals, deine Lippen. Wild erwiderst du den Kuss. Dein Begehren ist eindeutig. Liege ich auf dir, spüre ich den großen Kerl zwischen meinen Beinen. Er sucht seinen Weg. Vorsichtig richte ich mich auf. Ohne Vorankündigung dringst du in mich ein. Eine heftige Bewegung von dir, wie eine Bestrafung. Ich bin kurzfristig nicht mehr Herr meiner Sinne. Deine schlafwarmen Hände umfassen mein Becken. Langsam bewegen sich unsere Körper wie im Einklang.
Du streichelst meine Brüste, spielst mit ihnen. Immer schneller und intensiver werden die Bewegungen. Wir atmen laut. Wieder und wieder verwöhnst du mich, und ich denke, ich verliere den Verstand. Du sagst etwas wie “Ich liebe dich”, aber ich kann es kaum wahrnehmen. Ich verliere mich. Du verlierst dich. Elektrizität durchfährt meinen Körper, lässt mich alle Gedanken vergessen. Nur noch dich spüren. Ich bebe, schwebe. Dein Gesicht verzerrt sich. Tief in mir verharrst du. Gemeinsam stöhnen wir, halten inne. Das schöne Gefühl durchfließt mich warm. Sekunden vergehen, ohne eine Bewegung, ohne einen Gedanken, ohne ein Wort.
Langsam sinkt mein Körper auf den deinen. Mein Gesicht vergräbt sich in deiner Schulter. Schnell schlagen unsere Herzen, schneller Atem. Du umarmst mich fest und hältst mich fest. Langsam normalisiert sich der Herzschlag. Das Atmen wird ruhiger. Ich liebe dich. Entspannt und vereint schlafen wir wieder ein.
Von Jessica Mollenbacher
Erschienen am 05.12.2007
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